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Regierungsbezirk
Darmstadt
Regierungsbezirk Gießen Regierungsbezirk Kassel |
Hessen ist ein Land in und südwestlich der Mitte Deutschlands und gehört vor allem mit seinen südlichen Landesteilen zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Wiesbaden, die größte Stadt Frankfurt am Main. Das heutige Land Hessen wurde am 19. September 1945 unter dem Namen Groß-Hessen gegründet und hatte als erstes noch heute bestehendes Land der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. Seine unmittelbaren Vorgängerstaaten waren der Volksstaat Hessen und die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau, die der Freistaat Preußen am 1. April 1944 durch Teilung der Provinz Hessen-Nassau schuf. NameDer Name Hessen ist nach Meinung mancher Historiker die abgewandelte Form des Stammesnamens der germanischen Chatten, deren Siedlungsschwerpunkt im heutigen Nord- und Mittelhessen lag; diese Meinung wird aber durchaus nicht allgemein anerkannt.GeografieHessen verfügt über eine Fläche von 21.114,94 km². Der geografische Mittelpunkt befindet sich in Flensungen, einem Ortsteil der Gemeinde Mücke im Vogelsbergkreis. Zudem liegt der geografische europäische Mittelpunkt seit der EU-Osterweiterung 2007 in der Barbarossastadt Gelnhausen, Ortsteil Meerholz, im Main-Kinzig-Kreis.NachbarländerIn der Mitte Deutschlands liegend grenzt das Land Hessen mit einer Gesamtgrenzlänge von 1410 km an die Länder Nordrhein-Westfalen (Grenzlänge: 269,3 km), Niedersachsen (167,0 km), Thüringen (269,6 km), Bayern (261,9 km), Baden-Württemberg (176,5 km) und Rheinland-Pfalz (266,3 km).Naturräumliche Gliederung→ Liste der naturräumlichen Einheiten in HessenDer Norden Hessens gehört zur sogenannten Deutschen Mittelgebirgsschwelle. Hierzu zählen zum einen die naturräumlichen Haupteinheitengruppen des Rheinischen Schiefergebirges Süderbergland, Taunus, Westerwald, Gießen-Koblenzer Lahntal und Mittelrheingebiet, zum anderen im Hessischen Bruchschollentafelland West- und Osthessisches Bergland sowie das Niedersächsische Bergland im Norden und das Thüringer Becken im Osten. Der Süden und Südosten Hessens gehört zum Südwestdeutschen Schichtstufenland mit der Haupteinheitengruppe Hessisch-Fränkisches Bergland, der Südwesten zum Oberrheinischen Tiefland. Mittelgebirge und BergeHessens Landschaft besteht aus zahlreichen Mittelgebirgen; nach deren jeweils höchsten (hessischen) Bergen sortiert sind dies: Rhön, Taunus, Rothaargebirge, Vogelsberg, Hoher Meißner, Kellerwald, Westerwald, Söhre, Kaufunger Wald, Knüllgebirge, Habichtswald, Gladenbacher Bergland, Odenwald, Stölzinger Gebirge, Spessart, Schlierbachswald, Seulingswald, Richelsdorfer Gebirge und Reinhardswald.Die höchste Stelle des Landes befindet sich auf der Wasserkuppe () in der Rhön (im Landkreis Fulda) (zu den hessischen Mittelgebirgen und weiteren Bergen: Liste der Berge in Hessen). Becken und NiederungenIm Südwesten Hessens liegt im Oberrheinischen Tiefland, das auch den Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet und die Wetterau enthält, die flächenmäßig größte Beckenlandschaft. Sie ist Teil der Mittelmeer-Mjösen-Zone und wird innerhalb dieser nach Nord(ost)en durch das Gießener Becken, das Amöneburger Becken und die bis nördlich von Kassel reichende Westhessische Senke verlängert.Abseits davon bildet das Limburger Becken an der westlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz zwischen Taunus und Westerwald einen größeren intramontanen Senkungsraum innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Die Wetschaft-Senke verlängert dem gegenüber die Ostgrenze des Rheinischen Schiefergebirges nördlich von Wetterau und Gießener Becken. Die meist tektonisch angelegten Becken sind im geomorphologischen Sinne meistens keine Becken, sondern teils weiträumige Niederungen, die von Flüssen durchflossen werden. Vielfach finden sich hier Lößdecken, welche zusammen mit der Klimagunst die Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft bilden. Die niedrigste Stelle Hessens befindet sich bei Lorch am Rhein () im Rheingau-Taunus-Kreis. GewässerFlüsseDer Norden und der Osten Hessens gehören zum Einzugsgebiet der Weser, die das Land im äußersten Norden durchquert. Ihre Quellflüsse Fulda und Werra fließen auf 215 km bzw. 95 km Länge durch Hessen. Dagegen wird der übrige Teil des Landes zum Rhein hin entwässert, der im Südwesten auf 107 km Länge die Grenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Seine für Hessen wichtigsten Nebenflüsse sind Main und Lahn, aber auch der Neckar fließt ein kurzes Stück durch den äußersten Süden Hessens.Nachfolgend sind alle durch Hessen fließenden Flüsse mit einer Gesamtlänge von über 100 km oder einer Fließstrecke in Hessen von über 50 km aufgeführt. Angegeben sind jeweils die hessische und die gesamte Länge. Colors = id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97) BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:1400 ScaleMajor = unit:year increment:100 start:0 gridcolor:drabgreen BarData= barset:Flüsse bar:Rhein bar:Main bar:Weser bar:Neckar bar:Werra bar:Lahn bar:Fulda bar:Eder bar:Diemel bar:Schwalm bar:Nidda bar:Kinzig bar:Nidder bar:Wetter bar:Haune bar:Ohm bar:Dill PlotData= width:20 fontsize:M textcolor:black align:left color:skyblue shift:(0,-6) barset:Flüsse bar:Rhein from:start till:1236 text:Rhein (107 km/1236 km) from:start till:107 color:oceanblue bar:Main from:start till:524 text:Main (77 km/524 km) from:start till:77 color:oceanblue bar:Weser from:start till:440 text:Weser (41 km/440 km) from:start till:41 color:oceanblue bar:Neckar from:start till:367 text:Neckar (16 km/367 km) from:start till:16 color:oceanblue bar:Werra from:start till:298 text:Werra (95 km/298 km) from:start till:95 color:oceanblue bar:Lahn from:start till:242 text:Lahn (166 km/242 km) from:start till:166 color:oceanblue bar:Fulda from:start till:220 text:Fulda (215 km/220 km) from:start till:215 color:oceanblue bar:Eder from:start till:177 text:Eder (129 km/177 km) from:start till:129 color:oceanblue bar:Diemel from:start till:110 text:Diemel (73 km/110 km) from:start till:73 color:oceanblue bar:Schwalm from:start till:97 color:oceanblue text:Schwalm (97 km, ganz in Hessen) bar:Nidda from:start till:90 color:oceanblue text:Nidda (90 km) bar:Kinzig from:start till:86 color:oceanblue text:Kinzig (86 km) bar:Nidder from:start till:69 color:oceanblue text:Nidder (69 km) bar:Wetter from:start till:69 color:oceanblue text:Wetter (69 km) bar:Haune from:start till:64 color:oceanblue text:Haune (64 km) bar:Ohm from:start till:59 color:oceanblue text:Ohm (59 km) bar:Dill from:start till:55 color:oceanblue text:Dill (55 km) SeenIn Hessen gibt es keine sehr großen natürlichen Seen. Gleich vier der größten Stauseen des Landes liegen im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten Hessens: der Edersee als mit Abstand größter See in Hessen sowie Affolderner See, Diemelsee und Twistesee. Weitere bedeutende Stauseen sind der Kinzig-Stausee im osthessischen Main-Kinzig-Kreis und der Aartalsee in der Gemeinde Bischoffen im westhessischen Lahn-Dill-Kreis.Zu den größten Baggerseen Hessens gehören der Borkener See im Schwalm-Eder-Kreis, der Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis und der Langener Waldsee im Landkreis Offenbach als größter See Südhessens. Bevölkerung und demografische EntwicklungDer größte Teil der hessischen Bevölkerung lebt im südlichen Landesteil, im Rhein-Main-Gebiet. Weitere urbane Zentren sind in Mittelhessen Gießen, Marburg und Wetzlar, in Nordhessen Kassel und in Osthessen Fulda. Zur Bevölkerungsentwicklung siehe Bevölkerungsprognose Hessen.GeschichteSiehe Hauptartikel: Geschichte Hessens, ferner Hessische Landesregierungen und Liste hessischer MinisterpräsidentenIm heutigen Land Hessen sind die ehemaligen Territorien der hessischen Fürstentümer Landgrafschaft Hessen (später u. a. Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt, Hessen-Rotenburg und Hessen-Homburg), der Grafschaft Erbach, des Fürstentums Solms und große Teile des Herzogtums Nassau, der Grafschaft Hanau, der Grafschaft Isenburg, des Fürstentums Waldeck, der Fürstbistümer Mainz und Fulda, sowie der Freien Reichsstädte Frankfurt am Main, Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar respektive die ehemaligen Territorien der Nachfolgestaaten vereint. Durch Proklamation der amerikanischen Militärregierung vom 19. September 1945 wurden die Grundlagen für das heutige Land Hessen geschaffen. Mit der Annahme der Verfassung des Landes Hessen, durch die Volksabstimmung am 1. Dezember 1946, wurde aus dem zuvor gebildeten „Groß-Hessen“ das Land „Hessen“. KulturReligion33,0 Prozent der hessischen Bevölkerung gehören zu einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft. Über 10 Prozent der Muslime in Deutschland leben laut einer Hochrechnung des Bundesministerium des Inneren aus dem Jahr 2009 in Hessen. DialekteDie hessischen Dialekte, die zu den rheinfränkischen, also mitteldeutschen Dialektgruppen gehören, sind vielfältig. Das Dialektkontinuum unterscheidet hier zwischen Frankfurter und südhessischen Dialekten, zwischen niederhessischen und oberhessischen sowie osthessischen Mundarten, die noch von der einheimischen Bevölkerung gesprochen werden.Das Hessische schlechthin gibt es nicht. Die unterschiedlichen in Hessen gesprochenen Dialekte gehören zu der mitteldeutschen/westmitteldeutschen Dialektgruppe und weisen in den verschiedenen Landesteilen aufgrund des deutschen Dialektkontinuums starke Unterschiede auf. Die rheinfränkischen Dialekte werden nördlich der Linie Wiesbaden-Aschaffenburg gesprochen und reichen bis an die Grenzen des Siegerlandes. Im Westteil reicht im Limburger Becken und dem Westerwald vor allem in den ehemals Kurtrierischen Orten der moselfränkische Sprachraum nach Hessen hinein. Südlich davon werden die südlichen Dialekte des Rheinfränkischen gesprochen. In den Ballungsgebieten sind wegen der hohen Zuwanderungsrate allerdings Dialekte nur noch selten zu hören, es herrscht das Hochdeutsche vor oder es bilden sich moderne städtische Ausgleichssprachen heraus, wie etwa das so genannte Neuhessisch im Rhein-Main-Raum. Im Nordwesten Hessens im Gebiet um Waldeck werden zudem niederdeutsche Dialekte, gesprochen. (Siehe auch: Literatur zur Volkskunde in Hessen unten und Deutscher Sprachatlas.) Man unterscheidet im heutigen Hessen folgende Dialektgruppen:
Das in Rundfunk und Fernsehen häufiger gebrauchte und irreführend als Hessisch bezeichnete Rhein-Main-Deutsch („Fernsehhessisch“) wird der Vielfalt der in Hessen gesprochenen Dialekte nicht gerecht. Es weist in seiner tatsächlich gesprochenen Form viele Charakteristika eines Regiolekts auf und unterscheidet sich damit grundsätzlich von den Dialekten des historischen hessischen Kernbereiches, wie sie heute noch in Nieder-/Nord-, Ober- oder Osthessen vorkommen. Auch der südhessische Dialekt weist deutlich Unterschiede von der in Radio und Fernsehen propagierten Mundart auf und ist wie alle (hessischen) Dialekte heute stark bedrängt. Küche
Öffentliche Universitäten* Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am MainÖffentliche Hochschulen des Landes Hessen* Fachhochschule Frankfurt am MainSonstige* accadis Hochschule Bad HomburgForschungsinstitute* Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, W.G. Kerckhoff-Institut, Bad NauheimMuseen→ Hauptartikel: Liste der Museen in HessenHessische Verfassung''Siehe Hauptartikel: Verfassung des Landes HessenDie hessische Verfassung vom 1. Dezember 1946 ist die älteste heute noch geltende Verfassung eines deutschen Landes. Die Verfassung ist in zwei Hauptteile gegliedert. Von den 161 Verfassungsartikeln befassen sich die ersten 63 Artikel mit den Grundrechten. Im zweiten Hauptteil ist der Staatsaufbau geregelt. Hier werden die Staatsorgane, die zur Ausübung der Staatsgewalt berufen sind, mit ihren Aufgaben, Rechten und Pflichten beschrieben (siehe Abschnitt Staatsaufbau weiter unten). In der Verfassung bekennt sich Hessen zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur (noch zu schaffenden) deutschen Republik. Der Krieg ist geächtet. In der Verfassung ist ein Widerstandsrecht gegenüber verfassungsfeindlichen Gesetzen und Handlungen verankert. Der erste verfassungsmäßig gewählte Ministerpräsident war Christian Stock. Mit Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wurde Hessen zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland. RegierungssystemAllgemeinHessen ist laut seiner Verfassung Glied der deutschen Republik, was den Anspruch auf Mitgliedschaft in einem (zum Zeitpunkt des Beschlusses der Verfassung) neu zu schaffenden deutschen Staat ausdrückte. Die Staatsform ist eine demokratische und parlamentarische Republik.Legislative – LandtagHauptartikel: Hessischer LandtagExekutive – LandesregierungJudikative – LandesgerichteDie Judikative wird vom Staatsgerichtshof und den weiteren Gerichten des Landes ausgeübt. Der Staatsgerichtshof besteht aus elf Mitgliedern, und zwar fünf Richtern und sechs vom Landtag nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählten Mitgliedern, die nicht dem Landtag angehören dürfen. Der Staatsgerichtshof entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit der Gesetze, die Verletzung der Grundrechte, bei Anfechtung des Ergebnisses einer Volksabstimmung, über Verfassungsstreitigkeiten sowie in den in der Verfassung und den Gesetzen vorgesehenen Fällen. In Hessen gibt es dabei noch die Besonderheit, dass hier die Institution eines Landesanwaltes besteht, der aus eigenem Antrieb bei Staatsgerichtshof die Prüfung der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes prüfen lassen kann.PolitikBis etwa 1970 war Hessen Stammland der SPD. Ab dieser Zeit gelang es erstmals der CDU, stärkste Partei zu werden; die Regierung wurde jedoch bis 1982 durch eine Koalition von SPD und FDP gestellt. Nachdem als Ergebnis der Landtagswahl in Hessen 1982 die Grünen, die sich damals noch als Fundamentalopposition verstanden, erstmals in den Hessischen Landtag eingezogen waren, gab es keine regierungsfähige Mehrheit. Dieser Zustand endete erst Ende 1985, als die bundesweit erste rot-grüne Landesregierung zustande kam. Anfang 1987 zerbrach diese wieder. Aus der folgenden vorgezogenen Neuwahl gingen CDU und FDP als Wahlsieger hervor. Seither gab es bei jeder Wahl knappe Mehrheiten im Land, oftmals mit nur einem Sitz. Von 1991 bis 1999 regierten erneut SPD und Grüne, ehe es 1999 zu einer Koalition aus CDU und FDP unter Roland Koch kam. Im Jahr 2003 erhielt die CDU zum ersten Mal in Hessen die absolute Mehrheit im Parlament (56 Sitze).Siehe auch: Ergebnisse der Landtagswahlen in Hessen PartnerschaftenViele hessische Kreise und Gemeinden unterhalten in diesen Regionen ebenfalls Partnerschaften.Hoheitszeichen:siehe auch: Landeswappen Hessen „Das Landeswappen zeigt im blauen Schilde einen neunmal silbern und rot geteilten steigenden Löwen mit goldenen Krallen. Auf dem Schilde ruht ein Gewinde aus goldenem Laubwerk mit von blauen Perlen gebildeten Früchten.“„Die Landesflagge besteht aus einem oberen roten und einem unteren weißen Querstreifen; die Höhe der Flagge verhält sich zu ihrer Länge wie 3 : 5. Die Landesflagge ist zugleich Handelsflagge. Die Landesdienstflagge ist die Landesflagge, die in der Mitte das Landeswappen zeigt.“ Die rot-weiße Farbgebung der Landesflagge ist dem Wappentier entnommen; die Landesdienstflagge darf nur von hessischen Dienststellen, wie zum Beispiel den Ministerien, verwendet werden.Da das Wappen durch seine hoheitliche Funktion nur von den hessischen Behörden geführt werden darf, hat das Land im Jahr 1981 das Hessenzeichen veröffentlicht, welches von jedermann frei verwendet werden darf. Damit kam Hessen dem Wunsch von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen nach, deren Verbundenheit zu "ihrem Land" mit einem Symbol zum Ausdruck zu bringen. Es kann wahlweise in den Landesfarben rot oder weiß verwendet werden. Hessenlöwe oder bunter LöweHessenlöwe oder bunter Löwe ist der Name für den Löwen im Wappen von Hessen. Dieser Name bezieht sich auf das weiß-rot-gestreifte Wappentier mit der ausgeschlagenen Zunge in Rot. Es ist ein von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe.Der Löwe wurde ursprünglich von den Ludowingern benutzt, die auch Landgrafen in Thüringen waren. Er wird bis heute in Hessens Wappen verwendet. Die älteste Wappendarstellung ist der Wappenschild Landgraf Konrads von Thüringen (†1240), Regent von Hessen (bis 1234) und Hochmeister des Deutschen Ordens (ab 1239), auf seinem Grabmal im Landgrafenchor der Elisabethkirche in Marburg. Zur Zeit als Großherzogtum war er ein gekrönter, goldbewehrter, von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe mit Doppelschweif im blauen Schild und schwang mit der rechten Pranke ein Schwert. In vielen Wappen des Landes ist er anzutreffen und verkörpert die Zugehörigkeit zu selbigem. Entweder ist er ganz dargestellt oder er ist wachsend (halber Löwe, nur Oberkörper). VerwaltungsgliederungRegierungsbezirkeHessen ist seit 1981 verwaltungsmäßig unterteilt in die drei Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel, diese wiederum in 5 kreisfreie Städte und 21 Landkreise mit 426 Gemeinden.LandkreiseFolgende Landkreise gibt es in Hessen (eingeordnet in die jeweiligen Regierungsbezirke). Die jeweiligen Kreisstädte werden in kleiner Schrift dargestellt.siehe auch: Liste der Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen Kreisfreie StädteSonderstatusstädteMit den Gebietsreformen von 1974 und 1977 verloren vier der größeren Städte ihre Kreisfreiheit. Sie erhielten zusammen mit drei weiteren Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern einen Sonderstatus, der ihnen nach wie vor ermöglichte, einige sonst von den Landkreisen übernommene Aufgaben weiterhin selbstständig zu übernehmen (wie z. B. die Schulträgerschaft).Die sieben Sonderstatusstädte sind: Städte und GemeindenDie größte Stadt der übrigen Landesteile ist Kassel, die historische Hauptstadt Nordhessens, mit knapp 200.000 Einwohnern heute die drittgrößte Stadt des Landes. Marburg (79.000 Einwohner), Gießen (73.000) und Wetzlar (53.000) liegen in Mittelhessen, Fulda (63.830) in Osthessen. Im Frankfurter Umland liegen elf weitere Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern (Rodgau, Oberursel, Dreieich, Maintal, Hofheim am Taunus, Neu-Isenburg, Langen, Bad Nauheim, Dietzenbach, Mörfelden-Walldorf und Bad Vilbel). An der südhessischen Bergstraße liegen drei weitere Städte dieser Größenordnung (Bensheim, Viernheim und Lampertheim). Trotz der geringen Einwohnerzahl von nur 33.000 hat Limburg an der Lahn eine gewisse Zentrumsfunktion für den dünn besiedelten Westen des Landes. Größte StädteEine Auflistung aller Städte und Gemeinden des Landes findet sich in der Liste der Städte und Gemeinden in Hessen.RegionenNachfolgend eine Auswahl:VerkehrHessen ist aufgrund seiner zentralen Lage ein wichtiges Transitland für den deutschen und europäischen Fernverkehr. Frankfurt am Main hat als Knotenpunkt für den Straßen-, Schienen- und Luftverkehr eine herausragende Stellung.StraßenDurch Hessen führen die international wichtigen Autobahnen A 3, A 5 und A 7. Das Frankfurter Kreuz (Kreuzung der Autobahnen 3 und 5) gilt als das Autobahnkreuz mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Europa, die um Frankfurt mit bis zu vier Fahrspuren je Richtung ausgebaute A 5 ist eine der meistbefahrenen Straßen Deutschlands. Weitere bedeutende durch Hessen führende Autobahnen sind die A 4 (östlicher Teil), die A 44, die A 45, die A 66 und die A 67. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer kleinerer Autobahnen und wichtige Bundesstraßen, die teilweise autobahnähnlich ausgebaut sind. Der Bevölkerungsdichte und der Topographie folgend ist das Rhein-Main-Gebiet wesentlich besser erschlossen als die ländlichen Gebiete Hessens.EisenbahnDie Region um Frankfurt verfügt mit der S-Bahn Rhein-Main über ein S-Bahn-Netz, welches von zahlreichen Regionalverbindungen ergänzt wird. Im übrigen Land ist das Schienennetz weit weniger dicht, von wenigen kleineren Stilllegungen abgesehen aber stabil. In Nordhessen ist seit 2007 das Eisenbahnnetz durch die RegioTram mit der Straßenbahn in Kassel verknüpft. Dabei werden auch alte stillgelegte Strecken reaktiviert. Die RegioTram ist eingebunden in den Nordhessischen Verkehrsverbund. Dagegen gehören ganz Mittel- und Südhessen mit Ausnahme des Kreises Bergstraße zum Einzugsgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. siehe auch Liste der Personenbahnhöfe in Hessen SchifffahrtDurch den Main und den Rhein, der auf einem längeren Abschnitt die Landesgrenze darstellt, ist das Rhein-Main-Gebiet als wirtschaftliches Zentrum Hessens an das europäische Wasserstraßennetz angeschlossen. Ferner hat Hessen mit seinem südlichsten Zipfel bei Hirschhorn und Neckarsteinach Anteil am Neckar und ganz im Norden bis Bad Karlshafen an der Oberweser. Daneben sind einzelne Abschnitte von Lahn, Werra und Fulda schiffbar. Gesamtwirtschaftlich gesehen von Bedeutung sind für Hessen nur die Rheinschifffahrt und die Mainschifffahrt, wobei die Kostheimer Mainschleuse die Schleuse mit dem höchsten Verkehrsaufkommen Europas ist.LuftfahrtDer Flughafen Frankfurt am Main ist der mit Abstand wichtigste Flughafen in Deutschland und gehört zu den zehn größten weltweit. Nicht weit südöstlich vom Frankfurter Flughafen befindet sich der vor allem von kleineren Maschinen frequentierte Flugplatz Frankfurt-Egelsbach. Zudem befindet sich in Langen ebenfalls im Rhein-Main Gebiet der Hauptsitz der DFS Deutsche Flugsicherung. Der in Nordhessen gelegene Flughafen Kassel-Calden, dessen Ausbau geplant ist, hat dagegen lediglich regionale Bedeutung. Daneben gibt es noch eine Reihe an Sportflughäfen. Der vor allem von Billigfluggesellschaften genutzte Flughafen Frankfurt-Hahn liegt etwa 100 km von Frankfurt entfernt in Rheinland-Pfalz.RadverkehrHessen durchzieht ein Netz von Radwegen. Überregional bedeutsam sind unter anderem die neun Radfernwege (R1-R9) sowie der Lahntal-Radweg, der Weserradweg und der Werratal-Radweg. Daneben gibt es eine Vielzahl von regionalen Routen, die wie die Radfernwege vor allem für den Fahrradtourismus von Bedeutung sind.WirtschaftAußerhalb der Rhein-Main-Region sind in Wetzlar Unternehmen mit Weltruf angesiedelt. Dort ist das Zentrum der optischen-, elektrotechnischen- und feinmechanischen Industrie Leitz, Leica, Hensoldt (Zeiss) sowie Buderus mit mehreren Werken in Mittelhessen. Fulda mit seinen Gummiwerken (Reifen), das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal sowie der Lokomotivbau in Kassel bei Bombardier Transportation (bis 2001 Adtranz) haben größere Bedeutung. Ebenso ist in Nordhessen mit dem Original Teile Center der Volkswagen AG das europaweit größte Ersatzteilelager niedergelassen, das von der Volkswagen Original Teile Logistik vernetzt wird. Im August 2008 zählte Hessen 199.573 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote beträgt somit 6,4 % (August 2007: 7,6 %). Mit 3,8 % hat der Hochtaunuskreis die niedrigste Quote, während die kreisfreie Stadt Kassel mit 12,1 % die höchste Quote landesweit aufweist. Hessen ist nach dem BIP pro Kopf der wohlhabendste Flächenstaat Deutschlands, es ist das drittwohlhabendste deutsche Land nach Hamburg und Bremen. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Hessen 2005 einen Index von 139,5 (EU-27:100; Deutschland: 115,2). Seit dem 1. Dezember 2006 sind in Hessen die Ladenöffnungszeiten liberalisiert. Nur die Sonn- und Feiertage stehen mit vier von den Kommunen festlegbaren Ausnahmen pro Jahr weiterhin unter Schutz. An den Ausnahmetagen, die nur in Verbindung mit einem Markt verkaufsoffen sein können, dürfen die Geschäfte bis zu sechs Stunden öffnen. 2007 betrug die Wirtschaftsleistung im Land Hessen gemessen am BIP rund 216 Milliarden Euro. Etwa ein Drittel der hessischen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. In Biblis befindet sich eines der deutschen Kernkraftwerke mit zwei getrennten Blöcken. Die zehn größten Arbeitgeber in HessenNach dem Land Hessen mit rund 150.000 Mitarbeitern sind diese Unternehmen die größten Arbeitgeber in Hessen:SportHessen bietet aufgrund seiner zentralen Lage viele Sportmöglichkeiten. In der Rhön, im Taunus und um Willingen herum gibt es gute Wintersportmöglichkeiten und die Lahn sowie der Edersee sind als Wassersportzentren für Kanuten sehr bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen mit der United States Army auch Sportarten wie Basketball ins Land, in denen Hessen, insbesondere auch Mittelhessen, deutschlandweit ein Zentrum ist.American FootballIm Rhein-Main-Gebiet ist American Football sehr verbreitet. Zu nennen ist hier vor allem die mittlerweile aufgelöste Mannschaft von Frankfurt Galaxy, die Rekordsieger des World Bowl (vier Titel: 1995, 1999, 2003, 2006) der NFL Europa waren.In Hessen findet man drei GFL-Teams: die Marburg Mercenaries, die Wiesbaden Phantoms sowie die Darmstadt Diamonds. BasketballMit den Frankfurt Skyliners und den Gießen 46ers, dem letzten Gründungsmitglied der Basketball-Bundesliga, spielen zwei hessische Mannschaften in der Basketball-Bundesliga der Herren. Bei den Frauen ist der BC Marburg, Deutscher Meister von 2003, in der ersten Liga vertreten. Wetzlar ist eine Hochburg im Rollstuhlbasketball. Der dort beheimatete Bundesligist RSV Lahn-Dill ist bereits unter anderem siebenfacher Deutscher Meister, siebenfacher Pokalsieger, vierfacher Champions-Cup-Sieger und Vize-Weltcupsieger 2006. Im Jahre 2009 sind die Damen der Rhein-Main Baskets, beheimatet in Hofheim und Langen, in die 1. Basketball-Bundesliga aufgestiegen.EishockeyIn der Deutschen Eishockey Liga spielten bis zur Saison 2009/10 die Frankfurt Lions sowie die Kassel Huskies.FußballMit jeweils sieben deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen sowie drei internationalen Titeln ist der 1. Frauen-Fußball-Club Frankfurt erfolgreichster Verein im deutschen Frauenfußball. Die 2006 aufgelöste Frauenmannschaft des FSV Frankfurt zählt 3 Meistertitel und 5 Pokalsiege. HandballDie HSG Wetzlar und MT Melsungen spielen in der Handball-Bundesliga. Ehemalige langjährige Handball-Bundesligisten waren die SG Wallau (1984/85, 1987-2005), der TV Hüttenberg (1966/67, 1968/69, 1972-1985) und die SG Dietzenbach (1971-74, 1975-78, 1979-83).In der 2. Handball-Bundesliga Süd spielen in der Saison 2010/11 folgende hessische Vereine: TSG Groß-Bieberau, TV Hüttenberg, TV Groß-Umstadt und HSG FrankfurtRheinMain. HockeyErfolgreichste hessische Hockeymannschaft ist der Rüsselsheimer RK. Bis heute kann dessen Hockeyabteilung 47 Deutsche Meisterschaften im Hallenhockey und Feldhockey verbuchen, ungezählt die Vizemeisterschaften, Süddeutschen Meisterschaften und Hessenmeisterschaften. Europa-Cups im Hockey wanderten bereits 18 mal in die Preisvitrine des RRK-Bootshauses. Heute spielt der RRK mit den Ersten Damen im Feldhockey und im Hallenhockey in der 1. Bundesliga, mit den Ersten Herren im Feldhockey in der 2. Bundesliga und im Hallenhockey in der 1. Bundesliga.TischtennisIn der Bundesliga der Männer spielen die TG Hanau und der TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell. Der zweifache Champions League-Sieger TTV Gönnern spielte von 1996 bis 2009 in der Bundesliga, zog seine Mannschaft dann aber wegen finanzieller Probleme zurück und trat die Lizenz an Hanau ab. Die Frauen des NSC Watzenborn-Steinberg spielen in der 2. Bundesliga Süd der Damen.Der zur Weltspitze gehörende Timo Boll ist ein gebürtiger Hesse aus Erbach (Odenwald), ebenso wie der Doppelweltmeister Jörg Roßkopf aus Dieburg. TurnenEin Leistungszentrum für Kunstturnen (Damen und Herren) besteht in Wetzlar. Von dort stammt auch Fabian Hambüchen.VolleyballDie Damenmannschaft des 1. VC Wiesbaden spielt in der 1. Bundesliga.WasserballMit dem VfB Friedberg, dem WF Fulda, Frankfurt und Darmstadt sind gleich vier Vereine in der zweithöchsten deutschen Liga vertreten.Medien in HessenFür die Zulassung privater Radio- und Fernsehsender zuständig ist die LPR.TageszeitungenIn Frankfurt erscheinen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei der wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands. Zusammen mit der Frankfurter Neuen Presse und der Regionalausgabe der BILD dominieren diese auch den regionalen Zeitungsmarkt in der Rhein-Main-Region. Marktführer am nordhessischen Zeitungsmarkt ist die in Kassel erscheinende HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine). Daneben gibt es einige regionale Tageszeitungen von Verlagsgruppen (z.B. Wiesbadener Kurier, Darmstädter Echo), die in ihren jeweiligen Erscheinungsgebieten entweder Marktführer sind oder zumindest signifikante Marktanteile haben (laut IVW).Siehe auch: FernsehsenderÖffentlich-rechtlich* hr-fernsehen, Frankfurt am MainBundesweite Privatsender* Bloomberg TV, Frankfurt am Main
EinzelnachweiseTranslation: af » Hesse Translation: an » Hesse Translation: ar » هسن Translation: az » Hessen Translation: bg » есен Translation: br » Hessen Translation: bs » Hessen Translation: ca » Hessen Translation: cs » Hesensko Translation: cy » Hessen Translation: da » Hessen Translation: el » Έσση Translation: en » He sse Translation: eo » Hesio Translation: es » Hesse Translation: et » Hessen Translation: eu » Hessen Translation: fa » هس Translation: fi » Hessen Translation: fr » Hesse (Land) Translation: fy » Hessen Translation: gd » Hessen Translation: gl » Hessen Translation: gv » Hessen Translation: he » הסן Translation: hr » Hessen Translation: hu » Hessen Translation: id » Hes sen Translation: ie » Hesse Translation: io » Hesia Translation: is » Hessen Translation: it » Assia Translation: ja » ヘッ セン州 Translation: jv » Hessen Translation: ka » ჰესენი Translation: ko » 헤센 주 Translation: ku » Hessen Translation: kw » Hesse Translation: la » Hassia Translation: lb » Hessen Translation: li » Hesse Translation: lt » Hesenas Translation: lv » Hesene Translation: mk » Хесен Translation: mr » हेसेन Translation: ms » Hesse [ [nap:Assia]] Translation: nl » Hessen Translation: nn » Hesse n Translation: no » Hessen Translation: oc » Èssa Translation: pl » Hesja Translation: pt » Hesse Translation: qu » Hessen Translation: rm » Hessen Translation: ro » Hessa Translation: ru » Ге сен Translation: sh » Hessen Translation: sk » Hesensko Translation: sl » Hessen Translation: sq » Hesia Translation: sr » Хесен Translation: sv » Hessen Translation: sw » Hesse Translation: ta » கெஸ்சன் Translation: th » ร ัฐเฮสเซิน Translation: tk » Hessen Translation: tr » Hessen [[tt:Hessen] ] Translation: uk » Гессен Translation: uz » Hessen Translation: vi » Hessen Translation: vo » Hesän Translation: yo » Hesse Translation: zh » 森 |
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