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Sachsen-Anhalt
Information  
 
 
 
Ortsangaben
Bundesland/Region Sachsen-Anhalt
GPS Lat:51,950 Lon:11,692
 
 
Gliederung
Kreis Altmarkkreis Salzwedel

Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Kreis Burgenlandkreis (Saale)

kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau

Kreisfreie Stadt Halle (Saale)

Kreis Harz

Kreis Jerichower Land

Kreis Landkreis Börde

Landeshauptstadt Magdeburg

Kreis Mansfeld-Südharz

Kreis Saalkreis (Saale)

Kreis Salzlandkreis

Kreis Stendal

Kreis Wittenberg


Sachsen-Anhalt (: ST, niederdeutsch Sassen-Anhalt) ist ein Land innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Magdeburg. Angrenzende Länder sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

Geographie

Im Norden wird Sachsen-Anhalt von Flachland geprägt. In der dünn besiedelten Altmark befinden sich alte Hansestädte wie Salzwedel, Gardelegen, Stendal und Tangermünde, aber auch noch südlich davon, zum Beispiel Halle (Saale). Den Übergang von der Altmark zur Region Elbe-Börde-Heide mit der fruchtbaren, waldarmen Magdeburger Börde bilden die Colbitz-Letzlinger Heide und der Drömling. In der Magdeburger Börde liegen die Städte Haldensleben, Oschersleben (Bode), Wanzleben, Schönebeck (Elbe), Aschersleben sowie Magdeburg, von dem die Region ihren Namen ableitet.
Im Südwesten liegt der Harz mit dem grenzübergreifenden Nationalpark Harz, dem Harzvorland und dem Mansfelder Land sowie unter anderen den Städten Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode, Thale und Eisleben.
An der Grenze zu Sachsen befindet sich der Ballungsraum Halle (Saale)/Merseburg/Bitterfeld-Wolfen (auch „Chemiedreieck“ genannt), der bis ins sächsische Leipzig reicht. Halle (Saale) ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt. In der Vergangenheit war hier die Chemieindustrie mit ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt in Leuna ansässig.
An der Saale und der Unstrut im Süden des Landes, wo sich das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut-Region befindet, liegen Zeitz, Naumburg (Saale), Weißenfels und Freyburg (Unstrut). Schließlich gehört zu Sachsen-Anhalt noch die im Osten gelegene Region Anhalt-Wittenberg mit der drittgrößten Stadt des Landes Dessau-Roßlau, die aus der alten anhaltischen Residenzstadt Dessau hervorgegangen ist, der Lutherstadt Wittenberg und einem Teil des Flämings.
 
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Regionen

* Altmark
  • Anhalt-Wittenberg
  • Chemiedreieck
  • Elbe-Börde-Heide / Region Magdeburg
  • Harz
  • Mansfelder Land
  • Ostfalen
  • Saale-Unstrut-Region

    Landschaften

    * Elbeniederung mit
  • Biosphärenreservat Mittelelbe
  • Dessau-Wörlitzer Gartenreich
  • Altmark mit
  • Colbitz-Letzlinger Heide
  • Drömling
  • Magdeburger Börde
  • Nördliches Harzvorland mit
  • Großer Fallstein
  • Hakel
  • Huy
  • Großes Bruch
  • Harz / Nationalpark Harz
  • Naturpark Unteres Saaletal
  • Fläming / Naturpark Fläming
  • Naturpark Dübener Heide
  • Saale-Unstrut-Triasland mit
  • Querfurter Platte
  • Goldene Aue
  • Kyffhäuser
  • Hohe Schrecke

    Mittelgebirge und Berge

    Das größte Mittelgebirge Sachsen-Anhalts ist der Harz, in dem auch die höchste Erhebung von Sachsen-Anhalt und ganz Norddeutschlands liegt. Dies ist mit der Brocken.
Für weitere Berge siehe: Liste von Bergen und Erhebungen in Sachsen-Anhalt

Gewässer

Flüsse

Die nachfolgenden Flüsse und/oder Ströme durchfließen Sachsen-Anhalt ganz oder nur teilweise. Bekannte Fließgewässer (mit jeweiliger Gesamtlänge) sind:

Seen

Goitzsche (2500 ha), Geiseltalsee (1840 ha), Gremminer See (544 ha), Arendsee (514 ha), Concordiasee (350 ha), Wallendorfer See (338 ha), Raßnitzer See (310 ha), Süßer See (238 ha), Bergwitzsee (172 ha), Barleber See (100 ha), Hufeisensee (70 ha), Neustädter See (Magdeburg) (60 ha)

Talsperren

Muldestausee, Rappbode-Talsperre, Talsperre Kelbra, Wippertalsperre

Geschichte

Zur Geschichte des Gebietes vor 1944 siehe unter Herzogtum Magdeburg, Provinz Sachsen und Anhalt, Hauptartikel siehe unter Geschichte Sachsen-Anhalts
 
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Im Juli 1944 wurde die vormalige preußische Provinz Sachsen, bestehend aus den Regierungsbezirken Magdeburg, Merseburg und Erfurt, aufgeteilt. Es entstanden die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg. Der Regierungsbezirk Erfurt wurde dem Reichsstatthalter Thüringen unterstellt. 1945 wurden die beiden Provinzen, ferner der Freistaat Anhalt (um Dessau), die braunschweigische Enklave Calvörde und der östliche Teil des Landkreises Blankenburg im Harz, auch vorher dem Land Braunschweig zugehörig, sowie die thüringische Enklave Allstedt von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) zur neuen Provinz Sachsen vereinigt. Der Name wurde im gleichen Jahr noch in Provinz Sachsen-Anhalt geändert. 1947 erfolgte nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Sachsen-Anhalt. Landeshauptstadt wurde Halle. Das Land hatte eine Größe von 24.576 km².
1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land de facto aufgelöst (de jure bestand es noch einige Jahre weiter) und in die zwei Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Dabei geschahen Grenzbereinigungen, bei denen einzelne Städte und Gemeinden von den Nachbarkreisen eingegliedert oder ausgegliedert wurden, wodurch sich die Bezirksgrenzen gegenüber den ehemaligen Landesgrenzen verschoben.
1990 erfolgte die Neubildung des Landes Sachsen-Anhalt mit den ehemaligen Bezirksterritorien Halle (ohne den Kreis Artern) und Magdeburg sowie mit dem Kreis Jessen. Landeshauptstadt wurde Magdeburg. Sachsen-Anhalts Partnerland während des Aufbaus der neuen Strukturen war Niedersachsen. Der Anfang der 1990er Jahre war geprägt durch häufige Wechsel der Landesregierungen und politische Affären. Dies hatte zur Folge, dass die anfangs regierende CDU die zweiten Landtagswahlen nach der Wiedervereinigung verlor und es zu einer von der PDS tolerierten Landesregierung von SPD und Bündnis 90/Grüne kam (Magdeburger Modell). Ministerpräsident Reinhard Höppner regierte das Land über zwei Legislaturperioden in einer Zeit großer wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Umstrukturierungen, nach Ausscheiden der Grünen in einer von der PDS tolerierten SPD-Alleinregierung. Sachsen-Anhalt hatte die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer zu verkraften. In der dritten Wahlperiode seit der Wiedervereinigung gelang es der rechtsextremen DVU, in den Landtag einzuziehen. Jedoch zerbrach diese Fraktion bald an internen Streitigkeiten und wurde 2002 nicht wieder in den Landtag gewählt. Die anhaltende wirtschaftliche Krise führte bei den Wahlen im Jahr 2002 zu einem erneuten Regierungswechsel. Seither wurde Sachsen-Anhalt anfangs von einer CDU-/FDP-Regierung, daraufhin von einer CDU/SPD-Regierung unter Wolfgang Böhmer regiert.

Kulturgeschichte

Die Gegend des heutigen Landes Sachsen-Anhalt war im Frühmittelalter einer der kulturellen Schwerpunkte im deutschsprachigen Raum. Die heutige Landeshauptstadt Magdeburg war zu jener Zeit eines der politischen Zentren im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Von der früheren Bedeutung der gesamten Region zeugen heute die für das Land typischen, gut erhaltenen Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik und der Gotik (siehe auch: Straße der Romanik), wie die Dome zu Magdeburg und zu Halberstadt, die Quedlinburger Altstadt und viele Burgen und Kirchen. Laut Landesmarketinggesellschaft ist Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der höchsten Dichte an UNESCO-Weltkulturerben in Deutschland. Hierzu zählen das Bauhaus Dessau in Dessau-Roßlau, die Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben, die Altstadt von Quedlinburg und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit dem Wörlitzer Park. Prägend für die hiesigen Ortschaften und Städte sind neben verwinkelten Fachwerkhausaltstädten und eng bebauten Dörfern, ebenfalls oft mit Fachwerkarchitektur und sehenswerten alten Dorfkirchen, auch Gebäude aus der Zeit der preußischen Provinz Sachsen, die seinerzeit als reichste Provinz des Landes galt.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzte sich ursprünglich aus Niedersachsen (Ostfalen), Thüringern, östlich der Elbe und in der Altmark aus Nachfahren der ursprünglich ansässigen germanisierten Westslawen und der in den vergangenen Jahrhunderten in diese Regionen eingewanderten Deutschen, Flamen, Hugenotten und anderen zusammen. Hinzu kommen jedoch viele Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen sowie nach 1945 Flüchtlinge und Vertriebene und seit der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Vergleichsweise klein ist der Anteil an ausländischen Immigranten. Hier sind als dominierende Gruppe Vietnamesen zu nennen.
Die historisch korrekte und von den Landesbehörden unterstützte Bezeichnung für die Einwohner des Landes ist Sachsen-Anhalter, das entsprechende Adjektiv sachsen-anhaltisch. Daneben werden in der Umgangssprache auch die Bezeichnungen Sachsen-Anhaltiner und der im Duden verzeichnete Ausdruck sachsen-anhaltinisch verwendet.

Sprache

In Sachsen-Anhalt wird heute ein eingefärbtes Hochdeutsch gesprochen, das insbesondere in den südlichen Landesteilen vom Thüringisch-Obersächsischen geprägt ist, aber auch eine Vielzahl spezifischer Wendungen aus dem Mark-Brandenburgischen aufweist. In der Altmark und in der Börde trifft man bei älteren Sprechern noch auf die Niederdeutsche Sprache. Im Mansfelder Land ist die Mansfäller Mundart anzutreffen, ein Dialekt, den Ortsfremde nur sehr schwer verstehen.
Siehe auch: Dialekte in Sachsen-Anhalt

Weltanschauungen, Religionen

Etwa 80 Prozent der Bürger sind konfessionslos. Bedingt durch die atheistische Ausrichtung der DDR gehören nur 420.880 Menschen und somit 17,9 Prozent der Einwohner einer der beiden großen christlichen Konfessionen an (Stand 2009), davon gehören 338.522 (14,4 Prozent der Bevölkerung) den evangelischen Landeskirchen an, worunter die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und die Evangelische Landeskirche Anhalts wiederum die meisten Mitglieder haben. 82.358 (3,5 Prozent) der Sachsen-Anhalter sind römisch-katholisch und dem Bistum Magdeburg zugeordnet. Die Tendenz ist weiter deutlich sinkend, obwohl Sachsen-Anhalt bereits heute die niedrigste Quote kirchlich gebundener Einwohner innerhalb Deutschlands aufweist. 80.000 Einwohner gehören anderen Konfessionen an, davon ca. 11.000 der Neuapostolischen Kirche und 45.000 anderen Religionen (Judentum, Jehovas Zeugen, Islam, Mandäismus). Im Vergleich zu vielen anderen deutschen Ländern ist der Anteil muslimischer Bürger sehr gering.

Gesundheitswesen

2005 wurden im Bundesland 1.270.763 Impfungen durch 1.949 niedergelassenen Ärzte durchgeführt. Hinzu kommt ein geringer Teil an Impfungen durch die Gesundheitsämter. Gegen Influenza („echte Grippe“) wurden 824.064 Menschen geimpft, der Bevölkerungsanteil der gegen Influenze geimpft ist, wird auf 33 Prozent geschätzt. Sachsen-Anhalt hat 2008 sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich mit einem Ärztemangel zu kämpfen, dem durch Einstellung von Ärzten aus Osteuropa und Österreich begegnet wird. Im Jahr 2000 gab es 1.654 Hausärzte, 2007 waren es 1.437.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 Stichtag 31. Dezember):
* 3. Oktober
Der zahlenmäßige Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt setzt sich fort und ist in erster Linie auf die sehr geringe Anzahl Neugeborener zurückzuführen. Außerdem sind aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit viele Sachsen-Anhalter auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in andere Regionen abgewandert, vornehmlich nach West- und Süddeutschland. Trotz eines seit 1994 zu verzeichnenden leichten Anstieges der Geburtenzahlen erreichte die Reproduktionsquote nur etwa 50 Prozent.
Die fünfte regionalisierte Bevölkerungsprognose für Sachsen−Anhalt bis 2025 des Statistischen Landesamtes Sachsen−Anhalt enthält folgende Einwohnerzahlenentwicklung:
  • 2008 – 2.381.872 (Basisjahr)
    • 2010 – 2.328.537
    • 2015 – 2.209.173
    • 2020 – 2.080.850
    • 2025 – 1.939.342

    Der Ausländeranteil beträgt in Sachsen-Anhalt 1,9 Prozent und ist damit im Vergleich zu den anderen Bundesländern der geringste.

    Einwohnerentwicklung in den Landkreisen und kreisfreien Städten

    Die Einwohnerzahlen nach der Kreisreform 2007 liegen zwischen 92.000 und 237.000 bei den kreisfreien Städten und zwischen 96.000 und 247.000 bei den Landkreisen (Datenstand 2005).
    Bis 2025 wird die Einwohnerzahl des Landes Sachsen-Anhalt nach Prognoserechnungen des Statistischen Landesamtes im Landesdurchschnitt um 20 Prozent zurückgehen; bei einigen Landkreisen werden Rückgänge um bis zu 30 Prozent erwartet. Besonders betroffen vom Einwohnerrückgang sind die strukturschwachen, dünn besiedelten Landkreise und Gebiete mit Großwohnsiedlungen.
    Die Einwohnerdichte schwankt bei den neuen Kreisgebieten zwischen 42 und 159 Einwohnern pro Quadratkilometer (Datenstand 2005). Besonders niedrige Werte haben die beiden Landkreise der Altmark, der Landkreis Jerichower Land und der Landkreis Wittenberg.

    Verwaltungsgliederung

    Siehe auch: Liste der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt
    Sachsen-Anhalt untergliedert sich in elf Landkreise und drei kreisfreie Städte. Die derzeitige Verwaltungsstruktur entstand durch zwei Kreisreformen, wobei in der ersten Kreisgebietsreform am 1. Juli 1994 aus vormals 37 Landkreisen 21 neue Landkreise gebildet wurden, deren Zahl am 1. Juli 2007 auf 11 reduziert wurde (siehe auch Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007).

    Sachsen-Anhalt gliedert sich in 300 Gemeinden, darunter 108 Städte, von denen drei kreisfrei sind (Stand: 1. September 2010). Bis 31. Dezember 2009 gab es 857 Gemeinden, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Verwaltungsgemeinschaften oder Verbandsgemeinden zusammengeschlossen waren. Diese wurden im Rahmen der Gemeindegebietsreform 2010 aufgelöst und meist in Einheitsgemeinden umgewandelt. Siehe auch Liste der Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt.
    Bis 2003 gab es in Sachsen-Anhalt mit Dessau, Halle und Magdeburg drei Regierungsbezirke. Diese wurden zum 1. Januar 2004 aufgelöst, die Arbeit der Regierungspräsidien übernahm das für das gesamte Land eingerichtete Landesverwaltungsamt mit Sitz in Halle (Saale) und Nebenstellen in Dessau und Magdeburg.

    Größte Städte

    Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Da nahezu alle Städte seit 2000 Eingemeindungen vorgenommen haben, sind die Einwohnerzahlen von 2000 mit den aktuellen nur begrenzt vergleichbar.
    Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt

    Politik

     
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    In Sachsen-Anhalt gab es in der ersten Zeit nach seiner (Wieder-)Gründung 1990 auf Grund von Korruptions- oder Stasivorwürfen häufige Regierungswechsel. Weitere Probleme entstanden durch die schlechte wirtschaftliche Lage des ehemaligen Schwerpunktgebietes chemischer Industrie und des Schwermaschinenbaus in der DDR. Von 1994 bis 2002 wurde das Land von Reinhard Höppner (SPD) regiert. Die FDP erreichte 1990 mit 13,5 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis in Ostdeutschland. Bündnis 90/Die Grünen blieben hinter solchen Ergebnissen stets zurück. Erst mit der Landtagswahl 2002 fiel die vorher regierende SPD mit zweistelligen Verlusten hinter die CDU und PDS zurück und wurde nur drittstärkste Partei im Landtag. Bei der Landtagswahl 1998 errang die als rechtsextrem geltende DVU aus dem Stand 12,9 Prozent, was von vielen Menschen mit Besorgnis aufgenommen wurde. Die DVU ist mittlerweile durch interne Streitigkeiten zerbrochen und nicht mehr im Landtag vertreten. Bei der Landtagswahl 2002 erreichte die FDP ein Ergebnis von 13,3 Prozent, worauf sie 2006 wieder große Verluste (auf 6,7 Prozent) hinnehmen musste. Diese großen Schwankungen zeigen ein ausgeprägtes Wechselwählerverhalten der Bevölkerung und eine im Vergleich zu anderen Bundesländern erheblich geringere parteipolitische Wählerbindung.
    Am 26. März 2006 fand die Wahl zum 5. Landtag Sachsen-Anhalts statt.
    Siehe auch Ergebnisse der Landtagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland
    Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt:
    • 1946–1948 Bruno Böttge, SED
    • 1948–1950 Adam Wolfram, SED
    • 1950–1952 ??
    • 1990–1998 Klaus Keitel, CDU
    • 1998–2002 Wolfgang Schaefer, SPD
    • 2002–2006 Adolf Spotka, CDU
    • seit dem 24. April 2006 Dieter Steinecke, CDU
    Oberpräsident der Provinz Sachsen-Anhalt:
    • 1945–1947: Erhard Hübener, LPD

    Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt:
    Bisherige Landesregierungen:
    • 1946–1950: SED/LDP/CDU, ab 1949 NDPD
    • 1950–1952: SED/LDPD/DBD/NDPD
    • 1990–1994: Koalition CDU/FDP
    • 1994–1998: Koalition SPD/Bündnis 90/Die Grünen (Minderheitsregierung, toleriert durch PDS)
    • 1998–2002: SPD (Minderheitsregierung, toleriert durch PDS)
    • 2002–2006: Koalition CDU/FDP
    • seit dem 24. April 2006: Koalition CDU/SPD


    Volksentscheide
    Am 23. Januar 2005 fand im Land ein Volksentscheid zur Kita-Betreuung statt. Dieser scheiterte u. a. an der niedrigen Wahlbeteiligung.
    Sonstiges
    Laut Bundesverfassungsbericht war der Anteil von rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten 2005 im Vergleich höher als in anderen Bundesländern. Im ersten Quartal 2007 wurde nahezu eine Halbierung der Straftaten verzeichnet welches aber nur durch eine „andere Auslegung“ von Straftaten durch das Landeskriminalamt zurückzuführen war. 2006 wurden 1240 rechtsextreme Straftaten verzeichnet

    Wappen und Flagge

    Das Wappen Sachsen-Anhalts symbolisiert im oberen Feld die ehemalige preußische Provinz Sachsen, im unteren Feld den ehemaligen Freistaat Anhalt. Die Landesfarben sind gelb-schwarz.
    Genaueres siehe in den Artikeln Wappen Sachsen-Anhalts und Flagge Sachsen-Anhalts

    Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt

    * Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt
  • Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt

    Wirtschaft und Verkehr

    Wirtschaft

    Die Region um Halle (Saale) bildet zusammen mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine wirtschaftliche Schwerpunktregion. Hier laufen verschiedene Verkehrsströme zusammen. Traditionell befindet sich in der Gegend ein Schwerpunkt von Chemie- und Erdölindustrie („Chemiedreieck“, Leuna). In Leuna wurden in den letzten Jahren die größten Auslandsinvestitionen ganz Ostdeutschlands getätigt. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die günstig zwischen Hannover und Berlin gelegene Landeshauptstadt Magdeburg.

  • Insgesamt hatte Sachsen-Anhalt große Schwierigkeiten bei der Umstrukturierung der Industrie. So kam es zu vielen Firmenschließungen und enormen Arbeitsplatzverlusten. In den vergangenen Jahren ist es durch eine offensive Standortpolitik zunehmend geglückt, die Arbeitslosenquote zu senken und eine größere wirtschaftliche Dynamik zu erreichen. Sachsen-Anhalt meistert den enormen Strukturwandel mit Erfolg und Rückschlägen zugleich. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2006 um 2,8 Prozent. Bereits 2005 lag Sachsen-Anhalt beim Wachstum weit vorn. 2006 stieg die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes um 12,2 Prozent. Das war der zweithöchste Zuwachs in den ostdeutschen Bundesländern. Dennoch ist die Arbeitslosenquote immer noch eine der höchsten in der Bundesrepublik. Im September 2008 lag sie bei 12,8 Prozent. Sachsen-Anhalt wies damit nach Berlin die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf. Innerhalb des Bundeslandes zeigt sich seinerseits ein großes Gefälle. Während die Quote im Landkreis Börde mit 8,3 Prozent fast schon im Bereich des Bundesdurchschnitts lag, betrug sie zum gleichen Zeitpunkt im Landkreis Mansfeld-Südharz noch 15,6 Prozent.
    In absoluten Zahlen wurden 2005 in Sachsen-Anhalt Waren und Dienstleistungen im Wert von 50 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wichtigste Industriezweige sind vor allem die Chemieindustrie, der Maschinenbau und das Ernährungsgewerbe. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem leistungsstarken und international konkurrenzfähigen Standort entwickelt. Mit der Ansiedlung nationaler und internationaler Unternehmen sowie mit der Modernisierung ansässiger Unternehmen sind neue Forschungs- und Fertigungskapazitäten ins Land gekommen. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verfügen die einzelnen Branchen über ein exzellentes Forschungs- und Entwicklungspotenzial.
    Im Bergbau in Sachsen-Anhalt sind noch rund 6.000 Menschen beschäftigt.
    Neben den traditionellen Branchen haben sich auch der Dienstleistungssektor und neue Industrien wie Automotive, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien, Holz, nachwachsende Rohstoffe, Windenergie, Photovoltaik und der Tourismus etabliert und bestimmen heute die Wirtschaft.
    Die Wirtschaftsleistung im Bundesland Sachsen-Anhalt gemessen am BIP:
    • 2007 rund 51 Milliarden Euro
    • 2008 rund 54 Milliarden Euro

      Schienenverkehr

      Eine der ersten Bahnstrecken Deutschlands wurde 1840 zwischen Köthen und Dessau eröffnet. Nach dem abschnittsweisen Ausbau der sogenannten Anhalter Bahn über Wittenberg und Jüterbog endete diese Strecke im Berliner Anhalter Bahnhof.
    Köthen wurde zum ersten Eisenbahnknoten Deutschlands, da es bereits an der Magdeburg-Leipziger Bahnstrecke lag.
    Heute sind die wichtigsten Bahnstrecken des Landes zum einen die Lehrter Bahn von Berlin nach Hannover über Stendal und zum anderen die Bahnstrecke Berlin–Halle, auf der Züge von Berlin nach München verkehren. Ergänzt wird das Netz durch die Strecken Berlin–Magdeburg und Magdeburg–Braunschweig sowie durch die Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig, die die beiden größten Städte und wichtigsten Eisenbahnknoten des Landes, Magdeburg und Halle, verbindet. Hinzu kommt ein Netz aus weiteren Haupt- und Nebenbahnen, die die Städte des Landes verbinden. Vor allem touristische Zwecke erfüllen die Harzer Schmalspurbahnen (HSB).
    Wichtigste Bahnknoten sind Halle und Magdeburg, ferner sind auch die Bahnhöfe in Stendal, Halberstadt, Köthen, Dessau, Wittenberg, Bitterfeld, Weißenfels, Naumburg und Sangerhausen von Bedeutung.
    In den Großräumen Magdeburg und Halle existieren S-Bahnen (S-Bahn Magdeburg, S-Bahn Leipzig-Halle).

    Straßennetz

    In Ost-West-Richtung verläuft die A 2 Berlin – Hannover durch das Land. Am östlichen Rand des Bundeslandes verläuft die A 9 Berlin – München in Nord-Süd-Richtung.
    Ergänzt wird das Fernstraßennetz durch die A 14 von Dresden über Halle nach Magdeburg. Geplant ist eine Verlängerung dieser Autobahn nach Norden über Stendal, Osterburg (Altmark) und Wittenberge (Brandenburg) zum Dreieck Schwerin (Altmark-Autobahn).
    Im Süden verläuft, wie die A 2 im nördlichen Landesteil, in ostwestlicher Richtung die A 38 (Leipzig – Göttingen). Verbunden wird diese Autobahn mit der A 14 durch die A 143, welche westlich um die Stadt Halle herumführt und sich derzeit ebenso im Bau befindet.
    Für die Region des Harzes ist die B 6n von Bedeutung, welche sich noch teilweise im Bau befindet. An diese autobahnähnlich gebaute Kraftverkehrsstraße haben Städte wie Wernigerode, Blankenburg, Thale, Quedlinburg und Aschersleben Anschluss. Eine innerstädtische Entlastung dieser Orte aufgrund der Umlenkung des zunehmenden Durchgangsverkehrs wird durch dieses infrastrukturelle Großprojekt bewirkt.
    Durch Sachsen-Anhalt verläuft die Ferienstraße der Romanik, die wegen des großen romanischen Erbes dieser Landschaft eingerichtet wurde, ebenso wie die Straße der Familie Bismarck.

    Flugverkehr

     
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    Zwischen Halle und Leipzig befindet sich auf sächsischem Gebiet der Interkontinental-Flughafen Leipzig-Halle. In Magdeburg liegt der Flugplatz Magdeburg, der sich als "Business Airport" präsentiert. In der Nähe der Stadt Aschersleben gibt es den Flughafen Cochstedt, der seit Jahren eher durch finanzielle Probleme im Gespräch und momentan nicht in Betrieb ist.

    Wasserstraßen

    Durch Sachsen-Anhalt verlaufen mit der Elbe, der Saale, dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal wichtige Wasserstraßen, die sich bei der Landeshauptstadt Magdeburg am Wasserstraßenkreuz treffen.

    Kultur

    Die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts ist, im Gegensatz zu den angrenzenden Ländern Brandenburg, Sachsen oder Thüringen, regional äußerst unterschiedlich und weist verhältnismäßig wenige Gemeinsamkeiten auf. Zunächst unterscheidet sich das bereits ab 700 besiedelte altdeutsche Bauerngebiet westlich von Saale und Elbe von den während der deutschen Ostkolonialisierung im 12. Jahrhundert germanisierten slawischen Siedlungsgebieten östlich der beiden Flüsse.
    So entstand ab 700 zwischen Magdeburg und dem Harz ein Siedlungsgebiet, dass - wie das angrenzende Südniedersachsen - zu Ostfalen gezählt wird. Südlich des Harzes entstand gleichzeitig ein thüringisch geprägtes Gebiet zwischen Zeitz und Sangerhausen. Im Norden des Landes bildete sich um das Jahr 1000 das Siedlungsgebiet der Altmark, die dem heutigen Brandenburg sehr ähnlich ist. Gleiches gilt auch für das Jerichower Land zwischen Elbe und Fläming. Im Südosten des Landes, zwischen Halle und Wittenberg, entstand ab 1100 eine Region, die kulturell enge Verbindungen zu Sachsen aufweist. In der Mitte des Landes zieht sich in einem schmalen Streifen vom Harz bis nach Dessau die Region Anhalt hin, die eine Mischregion aus kulturellen Einflüssen Ostfalens, Thüringens, Sachsens und Brandenburgs darstellt.
    Damit kann man das heutige Bundesland Sachsen-Anhalt in die Kulturräume Altmark im Norden, Jerichower Land im Osten, Ostfalen im Westen, thüringisch geprägte Gebiete im Südwesten und sächsisch geprägte Gebiete im Südosten unterteilen. Dazwischen liegt in der Landesmitte Anhalt.

    Städte

    Am 31. Dezember 2006 lebten 1.116.692 von 2.441.787 Einwohnern in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern, was einem relativ niedrigen Verstädterungsgrad von 45,73 % entspricht. Obwohl die meisten Städte bereits seit 1940 schrumpfen, bilden sie die kulturellen Zentren des Landes. Dies gilt insbesondere für die beiden größten Städte Magdeburg und Halle sowie für die Bauhaus-Stadt Dessau und die Lutherstadt Wittenberg. Bedingt durch die kulturellen Unterschiede der Landesteile unterscheiden sich auch die Stadtbilder erheblich. Von der Backsteingotik des norddeutschen Mittelalters sind beispielsweise die Städte Stendal, Salzwedel, Tangermünde, Gardelegen und Burg geprägt. Durch Romanik und Gotik sind besonders die Städte in der Harzregion wie beispielsweise Halberstadt, Wernigerode, Sangerhausen, Aschersleben und in ganz besonderem Maße Quedlinburg und Eisleben geprägt. Auch Naumburg, Merseburg, Zeitz und Schönebeck tragen heute noch eine mittelalterliche Prägung in ihrem Weichbild. Die folgenden Stilepochen der Renaissance und des Barocks sind in vielen Städten vertreten, hervorzuheben sind hier vor allem die Renaissancebauten in Wittenberg, das zu dieser Zeit eine Blütephase erlebte. Auch die Residenzstädte Köthen, Bernburg und Weißenfels weisen heute eine Vielzahl an barocken Gebäuden auf. Die größte Stadt des Landes, Halle, hat ein stark durchmischtes Stadtbild von der Gotik bis zur modernen Architektur. Eine industriestädtische Prägung weist vor allem die Stadt Bitterfeld-Wolfen auf. Bedingt durch die starke Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sind die Innenstädte Magdeburgs und Dessaus vor allem durch die sozialistische Nachkriegsarchitektur und Bauten der jüngsten Zeit geprägt. Nach dem Ideal der Sozialistischen Stadt entstanden zu DDR-Zeiten große Teile Wolfens sowie Halle-Neustadt, die größte Plattenbaustadt der DDR.

    Burgen

    Begünstigt zur Anlage von Burgen waren vor allem die südlichen, hügeligen Landesteile. Im Norden und im Flachland griff man daher vor allem auf die Anlage von Wasserburgen zurück. Entlang der deutsch-slawischen Siedlungsgrenze des frühen Mittelalters entstanden auch Stadtburgen (Magdeburg, Bernburg, Merseburg, Naumburg). Zu den ältesten Burgen des Landes gehören die ottonischen Königspfalzen, die sich unter anderem in Allstedt, Magdeburg, Memleben, Merseburg, Quedlinburg, Tilleda und Westerburg befanden. Zu den bedeutendsten heute erhaltenen Burgen gehören die Burg Falkenstein (Harz), die Burg Landsberg mit einer Doppelkapelle der Stauferzeit, die Neuenburg bei Freyburg an der Unstrut, die großflächige Burg Querfurt, die Rudelsburg und Burg Saaleck über dem Naumburger Saaletal, die Burg Giebichenstein, die Moritzburg in Halle sowie die Burg Wettin als Stammsitz des europäischen Herrschergeschlechts der Wettiner und die Burg Anhalt im Harz als Ursprung Anhalts. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von Burgen und Burgruinen, vor allem im Harz, aber auch in anderen Landesteilen.
    Später wurde die Stadt Magdeburg durch die Preußen zur Festung ausgebaut und dadurch zu einer der stärksten Festungen Deutschlands (siehe hierzu: Festung Magdeburg).

    Schlösser

    Die meisten Schlösser Sachsen-Anhalts stammen aus der Zeit der Renaissance und des Barocks. Im Harz gibt es viele Stadtschlösser, die aus Burgen hervorgingen und sich oberhalb der mittelalterlichen Altstädte befinden. Das bekannteste dieser Schlösser ist das Schloss Wernigerode, aber auch das Schloss Stolberg, das Schloss Blankenburg oder das Schloss Mansfeld lassen sich in diese Kategorie einordnen. Oft handelt es sich hierbei um Mischformen aus Burg und Schloss.
    Des Weiteren gibt es in Sachsen-Anhalt einige Residenzschlösser. Dazu gehören das Schloss Bernburg (Anhalt-Bernburg), der Johannbau in Dessau (Anhalt-Dessau) das Schloss Moritzburg (Sachsen-Zeitz), das Schloss Neu-Augustusburg (Sachsen-Weißenfels) und das Schloss Wittenberg (Kurfürstentum Sachsen). Eine dritte Gruppe bilden Land- und Sommerresidenzen wie beispielsweise Schloss Mosigkau bei Dessau oder das gesamte Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit mehreren Schlösschen. Auch Schloss Oranienbaum und Schloss Zerbst (Katharina die Große) gehören in diese Gruppe.

    Kirchen und Klöster

    Die größte Blütezeit erlebte der Kirchenbau im Land zur Zeit der Romanik und der Gotik. Es entstanden mehrere Dome (Magdeburger Dom, Hallescher Dom, Merseburger Dom, Naumburger Dom, Zeitzer Dom, Halberstädter Dom und Havelberger Dom) sowie eine Vielzahl großer Stadtkirchen (z. B. St. Stephani in Aschersleben, St. Stephani in Calbe, die Marienkirche und die Johanniskirche in Dessau, die Martinikirche und die Liebfrauenkirche in Halberstadt, die Marktkirche in Halle, St. Jakob in Köthen, St. Wenzel in Naumburg, die Nikolaikirche in Quedlinburg, St. Jakobi in Schönebeck, St. Marien in Stendal, St. Stephan in Tangermünde und die Stadtkirche in Wittenberg).
    Baugeschichtlich bedeutsam sind vor allem die Stiftskirche Gernrode und die Stiftskirche Quedlinburg. Auch die Stiftskirche Walbeck zählt zum Erbe der ottonischen Baukunst.
    Die meisten Kirchen der Magdeburger Altstadt wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und später abgetragen. Neben dem Dom sind dort aber noch einige bedeutende Kirchen erhalten, so das Kloster Unser Lieben Frauen, die Sankt-Petri-Kirche, die Sankt-Sebastian-Kirche, die Sankt-Johannis-Kirche und die Sankt-Nicolai-Kirche als Vorbild der Normalkirche Schinkels.
    Die meisten Klöster Sachsen-Anhalts wurden nach der Reformation im Lauf des 16. Jahrhunderts aufgelöst, sodass heute hauptsächlich romanische und gotische Klosterkirchen oder -ruinen erhalten sind. Dazu zählen beispielsweise die Huysburg, das Kloster Drübeck, das Kloster Gröningen, das Kloster Hadmersleben, das Kloster Hamersleben, das Kloster Hillersleben und das baugeschichtlich bedeutsame Kloster Jerichow. Im Kloster Pforta bei Naumburg hat sich die 1543 gegründete Landesschule Pforta eingerichtet.

    Sport

    Handball

    Sachsen-Anhalt, speziell Magdeburg, ist eine Hochburg des Handballs. Der traditionsreiche SC Magdeburg spielt in der 1. Handball-Bundesliga und mit seiner zweiten Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga, wo außerdem noch der SV Anhalt Bernburg und der Dessau-Roßlauer HV sowie ab der Spielzeit 2010/2011 der HC Aschersleben spielen. Ebenfalls in der 2. Bundesliga, allerdings bei den Frauen, sind der SV Union Halle-Neustadt und die SG Bandits Magdeburg/Barleben (die ehemalige weibliche Abteilung des SC Magdeburg) aktiv.

    Basketball

    Im südlichen Sachsen-Anhalt ist einer der erfolgreichsten Basketballclubs Ostdeutschlands beheimatet. Der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) aus Weißenfels spielte fünf Jahre lang – von 1999 bis 2004 – in der 1.Basketballbundesliga BBL. 2004 gewann das Team den Europapokal des FIBA Europe Cup Men. Nach einigen Jahren in der 2. Bundesliga Pro A und Vizemeisterschaften 2006 und 2007 gelang dem MBC in der Saison 2008/2009 erneut der Aufstieg in die 1. Liga.

    Fußball

    Sowohl der ehemalige Europapokalsieger 1. FC Magdeburg als auch der Hallesche FC (Männer) spielen in der Regionalliga Nord. In der 2. Bundesliga der Frauen spielt der Magdeburger FFC.

    Küche

    Siehe Sachsen-Anhaltische Küche

    Nicht-bundeseinheitliche Feiertage

    * Heilige Drei Könige: 6. Januar
    • Reformationstag: 31. Oktober

      Sonstiges

      Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 2006 die niedrigste Suizidrate aller deutschen Länder.

      Einzelnachweise

      Literatur

      * Stefanie Härtel, Michael Schwibbe, Hagen Königseder, Andreas Stephainski: Sachsen-Anhalt - Land im Aufbruch. Saale Verlagsgesellschaft, Halle 2006, Pgs: 116, ISBN 3-00-019787-7, 978-3-00-019787-1
    • Everhard Holtmann (Hg.): Landespolitik in Sachsen-Anhalt. Ein Handbuch. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2006, ISBN 978-3-89812-398-3
    • Regionalbibliographie Sachsen-Anhalt

      Siehe auch

    • Lied für Sachsen-Anhalt (Regionalhymne)
    • Polizei Sachsen-Anhalt

      Weblinks

    • Landesportal Sachsen-Anhalt
    • Offizielles Wirtschaftsportal des Landes Sachsen-Anhalt




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