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Ortsteil
Allermöhe
Ortsteil Alsterdorf Ortsteil Altengamme Ortsteil Altenwerder Ortsteil Altona-Altstadt Ortsteil Altona-Nord Ortsteil Bahrenfeld Ortsteil Barmbek-Nord Ortsteil Barmbek-Süd Ortsteil Bergedorf Ortsteil Bergstedt Ortsteil Billbrook Ortsteil Billstedt Ortsteil Billwerder Ortsteil Blankenese Ortsteil Borgfelde Ortsteil Bramfeld Ortsteil Cranz Ortsteil Curslack Ortsteil Dulsberg Ortsteil Duvenstedt Ortsteil Eißendorf Ortsteil Eidelstedt Ortsteil Eilbek Ortsteil Eimsbüttel Ortsteil Eppendorf Ortsteil Farmsen-Berne Ortsteil Finkenwerder Ortsteil Francop Ortsteil Fuhlsbüttel Ortsteil Groß Borstel Ortsteil Groß Flottbek Ortsteil Gut Moor Ortsteil Hamburg-Altstadt Ortsteil Hamburg-Insel Neuwerk Ortsteil Hamm-Mitte Ortsteil Hamm-Nord Ortsteil Hamm-Süd Ortsteil Hammerbrook Ortsteil Harburg Ortsteil Harvestehude Ortsteil Hausbruch Ortsteil Heimfeld Ortsteil Hoheluft-Ost Ortsteil Hoheluft-West Ortsteil Hohenfelde Ortsteil Horn Ortsteil Hummelsbüttel Ortsteil Iserbrook Ortsteil Jenfeld Ortsteil Kirchwerder Ortsteil Kleiner Grasbrook Ortsteil Klostertor Ortsteil Langenbek Ortsteil Langenhorn Ortsteil Lemsahl-Mellingstedt Ortsteil Lohbrügge Ortsteil Lokstedt Ortsteil Lurup Ortsteil Marienthal Ortsteil Marmstorf Ortsteil Moorburg Ortsteil Moorfleet Ortsteil Neuenfelde Ortsteil Neuengamme Ortsteil Neugraben-Fischbek Ortsteil Neuland Ortsteil Neustadt Ortsteil Niendorf Ortsteil Nienstedten Ortsteil Ochsenwerder Ortsteil Ohlsdorf Ortsteil Osdorf Ortsteil Othmarschen Ortsteil Ottensen Ortsteil Poppenbüttel Ortsteil Rahlstedt Ortsteil Rönneburg Ortsteil Reitbrook Ortsteil Rissen Ortsteil Rothenburgsort Ortsteil Rotherbaum Ortsteil Sankt Georg Ortsteil Sankt Pauli Ortsteil Sasel Ortsteil Sülldorf Ortsteil Schnelsen Ortsteil Sinstorf Ortsteil Spadenland Ortsteil Steilshoop Ortsteil Steinwerder Ortsteil Stellingen Ortsteil Tatenberg Ortsteil Tonndorf Ortsteil Uhlenhorst Ortsteil Veddel Ortsteil Volksdorf Ortsteil Waltershof Ortsteil Wandsbek Ortsteil Wellingsbüttel Ortsteil Wilhelmsburg Ortsteil Wilstorf Ortsteil Winterhude Ortsteil Wohldorf-Ohlstedt |
Die Freie und Hansestadt Hamburg (niederdeutsch Hamborg ˈhambɔːχ}}) ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland und mit knapp 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands, siebtgrößte der Europäischen Union sowie größte Stadt, die nicht Hauptstadt einer ihrer Mitgliedsstaaten ist. Seit dem 15. Dezember 2010 trägt Hamburg als zweite europäische Stadt den Titel Umwelthauptstadt Europas für ein Jahr. AllgemeinesDie älteste urkundliche Erwähnung datiert aus dem 7. Jahrhundert. Durch seinen Vertrag mit Lübeck im Jahr 1241 wurde Hamburg einer der Geburtsorte der Hanse. Hamburg ist Industrie- und Handelsstandort. Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt zeigt sich in der Metropolregion Hamburg, eine der insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland, der Stellung des Hafens, als der drittgrößte in Europa und achtgrößte weltweit, und als einer der wichtigsten Medienstandorte in Deutschland.Mit mehr als 70 Millionen Tagesbesuchern, rund 4 Millionen Gästen und über 8 Millionen Nächtigungen jährlich ist Hamburg eines der attraktivsten Tourismusziele in Deutschland. Zu den Zielen der Besucher gehören die Hamburger Innenstadt samt Binnenalster, der Hamburger Hafen mit den St. Pauli-Landungsbrücken, St. Pauli mit der „sündigen Meile“ Reeperbahn und die bekannten Hamburger Bauwerke wie das Wahrzeichen Michel, darüber hinaus temporäre Veranstaltungen und Ereignisse wie der Hafengeburtstag, der Altonaer Fischmarkt, der Hamburger Dom und der Schlagermove. Als weltweit drittgrößter Musicalstandort werden Musicals wie beispielsweise Der König der Löwen aufgeführt. Hamburg hat über 60 Theater und über 60 Museen und verfügt über international bekannte Galerien wie die Hamburger Kunsthalle und das Bucerius Kunst Forum. Bedeutende Messen wie die hanseboot oder die INTERNORGA finden regelmäßig statt. Hamburg gilt als Sportstadt, weil neben den Fußballspielen des Hamburger SV und des FC St. Pauli, den Handballspielen des HSV Hamburg, den Radrennen der Vattenfall Cyclassics, den internationalen deutschen Meisterschaften im Tennis auch das deutsche Spring-Derby ausgetragen wird und jährlich der Hamburg-Marathon stattfindet. GeografieDie Alster wird im Stadtzentrum zu einem künstlichen See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse zur Alster wie die Alster selbst sind im Stadtgebiet zum Teil kanalisiert. Sie sind zumeist von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die zahlreichen Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt werden von mehr als 2500 Brücken überspannt. Diese Zahl enthält auch Bauwerke wie Lichtzeichenanlagen oder Gleis überspannende Oberleitungen. Hamburg ist damit die brückenreichste Stadt Europas und hat mehr Brücken als Venedig (400), Amsterdam (1200) und London zusammen. Weithin unbekannt ist dagegen, dass sich auf der größten Flussinsel der Elbe, in Wilhelmsburg einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet. Hamburg grenzt im Norden an Schleswig-Holstein und im Süden an Niedersachsen. Bis auf einige kleinere „Gebietsbereinigungen“, wie den Erwerb der Insel Neuwerk und Flurstücke beim Stauwerk Geesthacht, bestehen die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das am 1. April 1937 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl von ihrer Einwohnerzahl wie auch von ihrer Fläche her die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Hamburg ist das Zentrum der Metropolregion Hamburg, der siebtgrößten der elf Metropolregionen in Deutschland. Zu ihr zählen neben der Stadt selbst die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg, Soltau-Fallingbostel, Stade und Uelzen und die schleswig-holsteinischen Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Steinburg, Stormarn, Pinneberg und Dithmarschen. ;Fließgewässer in Hamburg
VerwaltungsgliederungDie Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg legt fest, dass Bezirksämter zu bilden sind. Die Stadt ist verwaltungstechnisch in sieben Bezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt; außerdem hat die Stadt 180 Ortsteile. Einige Stadtteile im Kernbereich des Bezirks werden direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gab es bis 2008 jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt waren 13 Ortsämter eingerichtet. Anfang 2008 wurden durch eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen. So fiel der Stadtteil Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Mitte, und die Stadtteile Sternschanze im Bezirk Altona und HafenCity im Bezirk Hamburg-Mitte wurden neu geschaffen. ;Liste der Hamburger Bezirke (Daten vom 3. Quartal 2007, vor der Bezirksreform von 2008) ExklavenZu Hamburg gehören die Nordseeinseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Sie unterstehen administrativ dem Bezirk Hamburg-Mitte.Nachbarstädte und GemeindenFolgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
KlimaHamburg liegt in der warmgemäßigten Klimazone (effektive Klimaklassifikation: CfB). Aufgrund der durch vorherrschende Westwinde maritimen Einflüsse ist das Klima im Winter milder, im Sommer kühler als im östlichen Hinterland.Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,4 °C, der kälteste der Januar mit 1,3 °C. Temperaturen um die 28 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 1990er Jahren wurden Spitzentemperaturen von bis zu 38,5 °C (20. Juli 2006) gemessen, wobei an der DWD-Wetterstation Fuhlsbüttel Maximalwerte von 36.9 °C (20. Juli 2006) und 37.3 °C (9. August 1992) erreicht wurden. Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fällt durchschnittlich 746 mm Niederschlag, der sich in den Jahren 2004 bis 2008 verringert hat. An durchschnittlich 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt. Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. GeschichteIm Jahre 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden zu missionieren. Zu ihrer Sicherung wurde das Kastell Hammaburg gebaut. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Abodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein war im 12. Jahrhundert der Gründer einer Handels- und Marktsiedlung am westlichen Alsterufer. Maßgeblich durch das von Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1189 verliehene Hafenrecht an diese Siedlung und die Handelsprivilegien für die ganze Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit ihren zeitweilig 600 Brauereien als „Brauhaus der Hanse“. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Ab 1510 galt Hamburg endgültig als Reichsstadt. 1558 wurde die Hamburger Börse als eine der ersten Deutschlands eröffnet, im Jahre 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum die erste deutsche Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch. Die Stadt Hamburg erlebte ihre kulturelle Blüte vor allem im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des Hamburgischen Nationaltheaters (1767). Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, die Choleraepidemie 1892, der erhebliche Flächen- und Bevölkerungszuwachs 1937/38 durch das Groß-Hamburg-Gesetz, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg 1943, die Zerstörung der jüdischen Gemeinde (→ Geschichte der Juden in Hamburg), die Errichtung des Konzentrationslagers Neuengamme und seiner zahlreichen Nebenlager im Stadtgebiet, die Sturmflut 1962, die Anbindung an das internationale Straßennetz und den Flugverkehr (Finkenwerder etc. und Fuhlsbüttel), die Veränderung im Hafen und die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße in den 1980er-Jahren. Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbstständig und bietet dem Handel mit seinem Freihafen gute Voraussetzungen. BevölkerungEinwohnerentwicklungDen bislang höchsten Einwohnerstand mit 1,9 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 1964. Stadtflucht und Suburbanisierung führten anschließend zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Millionen Einwohner. Seitdem ist die Bevölkerungszahl auf 1.775.333 (31. März 2009) angestiegen. Für die kommenden 10 Jahre wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt, in der mittleren Projektion auf etwa 1,79 Millionen Einwohner. Ende Dezember 2007 hatten 257.825 Einwohner ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit. Sie stellten damit einen Anteil von rund 15 Prozent an der Gesamtbevölkerung; vertreten waren 183 verschiedene Staatsangehörigkeiten. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, hatte gut ein Fünftel (57 220 Personen) von ihnen ausschließlich einen türkischen Pass. 21 455 Personen (acht Prozent) waren ausschließlich polnische Staatsangehörige, 15 666 (sechs Prozent) waren ausschließlich serbisch-montenegrinischer und 12 694 (fünf Prozent) ausschließlich afghanischer Staatsangehörigkeit. Aus Mitgliedsländern der Europäischen Union kamen mehr als ein Viertel aller in Hamburg gemeldeten Ausländer. Einkommens- und LeistungsstrukturHamburg ist mit Blick sowohl auf die Einkünftesituation je Steuerpflichtigen als auch auf die Leistungssituation nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) heterogen strukturiert.EinkommensstrukturDurchschnittlich verdient ein Hamburger laut aktuellster verfügbarer Daten 32.505 Euro jährlich. Es haben sich drei größere Gebiete in Hamburg etabliert, in denen die Einwohner über ein besonders hohes Einkommen verfügen: in den Elbvororten im Westen, in den im Nordosten gelegenen Stadtteilen samt den Walddörfern und rund um die Außenalster bzw. nördlich von ihr im Bereich der nördlichen Stadtmitte. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Einwohner mit den höchsten Einkommen an den Flüssen und an der waldreichen Peripherie des Nordostens wohnen. Hinzu kommt der im Osten liegende Stadtteil Marienthal. Die höchsten durchschnittlichen Einkünfte haben die Einwohner der Elbvororte. Nienstedten liegt mit durchschnittlich 150.008 Euro weit vorn, gefolgt von Blankenese mit immerhin noch 94.494 Euro. In den Walddörfern erreichen die Einwohner Wohldorf-Ohlstedts mit durchschnittlich 92.069 Euro die höchsten Einkommen. In den Stadtteilen rund um die Außenalster verfügen die Harvestehuder mit durchschnittlich immerhin noch 73.817 Euro über mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Hamburgers.Die durchschnittlich einkommensschwächsten Einwohner wohnen in mehreren Stadtteilen, die sich in mehrere Gebiete unterteilen lassen: der Gürtel vom im Hamburger Osten gelegenen Stadtteil Billstedt bis an die östliche Innenstadt heran; die Elbinsel Wilhelmsburg mit der Veddel und das südlich der Elbe gelegene Harburg; die westlichen Stadtteile Altona-Altstadt, Altona-Nord und St. Pauli. Darüber hinaus sind die östlichen Stadtteile Dulsberg, Barmbek-Nord und Steilshoop und der westliche Stadtteil Lurup betroffen. Das geringste durchschnittliche Einkommen haben die Einwohner der auf der Elbinsel gelegenen Stadtteile Veddel, Kleiner Grasbrook und Steinwerder mit 17.036 bis 17.845 Euro aus. Dann folgt der Stadtteil Rothenburgsort mit 18.172 Euro. All diesen Stadtteilen ist die Nähe zum Hamburger Hafen und zu den Industrie- und Gewerbegebieten gemein. Der einkommensschwächste Stadtteil im zentralen Stadtgebiet ist Dulsberg mit 18.495 Euro. Der Stadtteil weist eine ältere, sehr dichte Bebauung auf. LeistungsstrukturDie Quote der Leistungsempfänger nach SGB II (Hartz IV) liegt hamburgweit bei durchschnittlich 11,5 Prozent. Die Struktur ist etwas gestreuter. Zwar sind auch in den einkommenshöheren Gebieten vergleichsweise wenige Leistungsempfänger registriert, das gilt aber auch für viele weitere Stadtteile im Norden, in den südlichen Randgebieten und im größten Teil des Bezirks Bergedorf. Die Quote liegt dabei teilweise bei unter einem Prozent. Der Anteil der Hilfeempfänger ist in den Stadtteilen mit einkommensschwacher Struktur wiederum höher ausgeprägt. Das sind die dichten Altbau-Stadtteile Altona und St. Pauli, aber auch Stadtteile mit Hochhaussiedlungen wie Steilshoop, Lurup und Hausbruch. Bei über 22 Prozent Hilfeempfänger liegen die Stadtteile, die sich im Osten von Jenfeld bis in den Süden nach Wilhelmsburg ziehen und ebenfalls durch Industrie und/oder Hochhaussiedlungen wie Mümmelmannsberg oder Kirchdorf Süd geprägt sind.ReligionenDurch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. In Altona wurde bereits 1601 die heute noch bestehende Hamburger Mennonitengemeinde gegründet. Auch für die ist die Hansestadt ein wichtiger Ort. Von hier aus erfolgte die Trennung der Allgemeinen Christlichen Apostolischen Mission von den katholisch-apostolischen Gemeinden und die Entwicklung zur Neuapostolischen Kirche. Heute gibt es 29 Neuapostolische Kirchen in Hamburg, ebenso ist in Hamburg der Sitz der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg mit seinem Zentrum im Neuen Mariendom. Ende 2004 lag der Anteil der römisch-katholischen Bürger bei 10,1 %. Hamburg ist auch der Geburtsort der Jesus Freaks und der Flussschifferkirche, einem Kirchenschiff im Binnenhafen. Darüber hinaus gibt es seit den 1960er Jahren einen bedeutenden Anteil an muslimischer Bevölkerung, sowie eine jüdische Gemeinde. Am 22. Juni 1957 wurde in Stellingen mit der Fazle-Omar-Moschee die erste Moschee Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg von der Ahmadiyya Muslim Jamaat eröffnet. Auch asiatische Religionen sind in Hamburg in zunehmendem Maße vertreten. Die Anhängerschaft des Buddhismus besteht einerseits aus asiatischen Einwanderern und andererseits aus deutschstämmigen Konvertiten. Insbesondere die buddhistischen Richtungen Zen und tibetischer Buddhismus genießen eine gewisse Popularität. Sprache/MundartenBis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Hochdeutschen, das schon seit dem 16. Jahrhundert zunehmend als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem öffentlichen Gebrauch. Gegen diesen Trend veröffentlichte die Pressestelle der Bürgerschaft 1980 eine plattdeutsche Fassung der Hamburgischen Verfassung.Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie in Literatur, Zeitungskolumnen usw. gepflegt (siehe zum Beispiel Hamburgisches Wörterbuch). Allerdings unterscheidet sich der Hamburger Dialekt zum Beispiel vom Bremer Dialekt oder von dem Plattdeutsch anderer norddeutscher Regionen. Der niederdeutsche Einfluss bleibt im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im „Missingsch“. Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet. Infolge der starken Einwanderung seit den 1960er Jahren sind in einigen Stadtteilen neben der deutschen Sprache auch andere Sprachen im öffentlichen Raum gegenwärtig (Portugiesisch im Hafenviertel („Portugiesenviertel“), Türkisch, Persisch, Paschto und Kurdisch in Altona, St. Georg, Harburg, Veddel und Wilhelmsburg) oder vor allem durch Teile der deutschstämmigen Aussiedler bzw. Spätaussiedler auch Russisch und Polnisch. PersönlichkeitenDie lange Geschichte Hamburgs weist eine große Anzahl von wichtigen Personen aus allen Bereichen auf. Die Liste Hamburger Persönlichkeiten kann daher nur eine Auswahl ohne Bewertung bieten und steht stellvertretend für die zahllosen ungenannten Menschen, die die Stadt prägten und von ihr geprägt wurden.Siehe auch die Listen: Hamburger Ehrenbürger, Hamburger Bürgermeister und Hamburger Hauptpastoren Politik und StaatDie Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Land (Gliedstaat) der Bundesrepublik Deutschland und zugleich als Stadt eine Einheitsgemeinde. Hamburg verfügt über eine lange Tradition als bürgerliche Stadtrepublik und ist heute gemäß der Landesverfassung ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Eine Trennung von gemeindlichen und staatlichen Aufgaben erfolgt nicht. Die Staatsgewalt geht vom Volk aus, das das Landesparlament, die Hamburgische Bürgerschaft wählt, eigene Entscheidungen durch Volksgesetzgebung einbringt und in der Verwaltung, wie in den Deputationen mitwirkt. Die Regierung des Landes ist der Senat, dessen Präsident der Erste Bürgermeister ist. Der Erste Bürgermeister wird seit Änderung der Verfassung 1996 direkt durch die Bürgerschaft gewählt, hat seitdem die Richtlinienkompetenz in der Politik und beruft seinen Stellvertreter (Zweiter Bürgermeister) und die übrigen Senatoren, welche von der Bürgerschaft bestätigt werden müssen. Jeder Senator leitet als Präses eine der Senatsbehörden, vergleichbar einem von einem Minister geleiteten Ministerium in anderen Ländern. Zu Hamburgs Verfassungsorganen zählt neben Bürgerschaft und Senat zudem noch das Hamburgische Verfassungsgericht als Landesverfassungsgericht. Auf der Ebene der jeweiligen Bezirke in Hamburg, wird mit den Bezirksversammlungen jeweils ein eigene Volksvertretung gewählt. Diese haben rechtlich allerdings die Stellung von Verwaltungsausschüssen, mit eingeschränkten Kompetenzen. Auf überregionaler Ebene hat Hamburg einen Sitz (drei Stimmen) im Bundesrat und ist mit sechs Direktmandaten der Wahlkreise Mitte, Altona, Eimsbüttel, Nord, Wandsbek und Bergedorf-Harburg sowie weiteren Abgeordneten über die Landesliste im Bundestag vertreten. Hamburg ist Mitglied im Deutschen Städtetag und entsendet einen Vertreter in den Ausschuss der Regionen. Eine Länderfusion, also ein Zusammenschluss Hamburgs mit anderen norddeutschen Ländern wird seit Jahrzehnten unter dem Begriff Nordstaat gelegentlich ins Gespräch gebracht. Aus dieser Diskussion ist eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, wie in der Metropolregion Hamburg oder gemeinsamer Einrichtungen, wie dem Statistikamt Nord hervorgegangen. Bürgerschaftswahl 2011Die letzten Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft fanden am 20. Februar 2011 statt. Bei diesen Wahlen kam es zu einer absoluten Mehrheit für die SPD. Die CDU verlor stark und kam nach 42,6 % bei den Bürgerschaftswahlen 2008 nach dem vorläufigen Endergebnis nur noch auf 21,9 %. Erstmals nach 2001 konnte die FDP wieder in die Bürgerschaft einziehen. Das auf Grund eines Volksentscheides 2004 zur den Wahlen 2008 eingeführte personalisierte Verhältniswahlsystem wurde nach einem neuerlichen Volksbegehren nochmals verstärkt. Nach diesem Hamburger Wahlsystem hatte jeder Wähler zehn Stimmen. Fünf Wahlkreisstimmen für Kandidaten im Wahlkreis und fünf Landesstimmen für Kandidaten auf den Landeslisten oder für Landeslisten in ihrer Gesamtheit mit der Möglichkeit die 5 Stimmen bei einer Person (oder Partei bei Landesliste) anzuhäufeln oder beliebig zu verteilen. Gleiches galt für parallel stattfindenden Wahlen zu den Bezirksversammlungen, die zukünfig zeitgleich mit der Europawahl stattfinden sollen. Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein kam es zu folgendem Ergebnis: Vertretungen und KonsulateDie wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland („Hamburg, das Tor zur Welt“) sowie die Bedeutung als wichtiges Zentrum von Industrie, Handel und Logistik, als Sitz von ausländischen Unternehmen und mit einer Bevölkerung in der mehr als 180 verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten sind, hat dazu geführt, dass Hamburg mit 100 Konsulaten (April 2010) nach New York und Hongkong der drittgrößte Konsularstandort überhaupt ist. Über den Hafen bestanden bereits seit der Hansezeit Handelsbeziehungen zu anderen Städten und Ländern. Die ersten Vertretungen wurden von europäischen Staaten eröffnet, bevor im 18. und 19. Jahrhundert auch Staaten aus Nord- und Südamerika hinzukamen. Österreich (seit 1570) und Frankreich (1579) betreiben derzeit die am längsten ansässigen Konsulate. ;Auswärtige Vertretungen Hamburgs Hamburg seinerseits hatte ebenfalls bereits früh auswärtige Vertretungen. Dies reichte von den gemeinschaftlichen Handelskontoren der Kaufleute der Hansezeit über gemeinsame konsularische Vertretungen mit den verbliebenen Hansestädten Lübeck und Bremen. Heute besteht die Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund als Landesvertretung in Berlin. Als gemeinsame Vertretung von Hamburg und Schleswig-Holstein besteht das Hanse-Office bei der Europäischen Union in Brüssel und in St. Petersburg. Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg und anderen Partnern unterhält der Senat zudem die Hamburg-Vertretungen Hamburg Liaison Office in Shanghai und Hamburg Representative Office in Dubai. Zudem besteht im Ausland ein Netzwerk von ehrenamtlichen Botschaftern, den Hamburg Ambassadors, die vom Ersten Bürgermeister ernannt werden und für die Stadt werben sollen.StädtepartnerschaftenHamburg unterhält Partnerschaften mit neun Städten, vor allem mit anderen Hafenstädten.Der erste – mündliche – Partnerschaftsvertrag wurde 1957 mit Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, Russland, geschlossen. Der Hamburger Senat war gegen den Willen des Auswärtigen Amtes einer Einladung in die Sowjetunion gefolgt. Die Partnerschaft ist die älteste zwischen einer deutschen und einer damals sowjetischen Stadt und umfasst seit 1990 auch finanzielle Unterstützung in sozialen Angelegenheiten. Die im Rahmen der deutsch-französischen Aussöhnung 1958 geschlossene Partnerschaft mit Marseille ist geprägt durch starken Austausch auf wirtschaftlicher Ebene. Hamburg hat ähnliche Problemstellungen wie die Partnerstadt Marseille beim Hafenausbau, bei der Entwicklung von alten Hafenflächen und Altbauvierteln sowie bei der Integration von Zuwanderern. Die 1986 begonnene Partnerschaft mit Shanghai, Volksrepublik China, wurde 1989 nach den Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens eingefroren, der Austausch in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen besteht jedoch weiter. Jeden Sommer findet in Hamburg die Veranstaltungsreihe „China Time“ statt. 1987 wurde die Partnerschaft mit der Elbstadt Dresden, damals Deutsche Demokratische Republik, im Rahmen des deutsch-deutschen Austausches geschlossen. Hamburg und Dresden führen beide seit den frühen Nachkriegsjahren eine Partnerschaft mit Sankt Petersburg. Die Partnerschaft mit Osaka, Japan, wurde 1989 geschlossen, nachdem der Senat seine bisherige außenpolitische Haltung aufgegeben und eine Orientierung in so genannten Schwerpunktregionen beschlossen hatte. Höhepunkt der Partnerschaft war die Eröffnung des japanischen Gartens in Planten un Blomen. Zu León in Nicaragua besteht seit 1990 eine Partnerschaft, die hauptsächlich von Hamburger Entwicklungshilfe geprägt ist. 1990 wurde im Rahmen der Ost-West-Annäherung eine Partnerschaft mit der damaligen tschechoslowakischen, heute tschechischen Hauptstadt Prag geschlossen. Auf Initiative Chicagos besteht seit 1994 eine weitere Städtepartnerschaft. Gründe waren die große Zahl von in Chicago lebenden Nachfahren deutscher Auswanderer des neunzehnten Jahrhunderts und ein großes Interesse Hamburger Schulen an einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft. Im Juni 2010 wurde die Städtepartnerschaft mit Daressalam in Tansania durch die Hamburger Bürgerschaft bestätigt und am 1. Juli durch den Hamburger Bürgermeister und den Bürgermeister Daressalams besiegelt. ;Weitere Verträge oder Partnerschaften Der Hamburger Hafen nimmt in Bezug auf Partnerschaften eine Sonderstellung ein. Mit einigen der Häfen zu denen Hamburgs Hafen in Verbindung steht, wurden Hafenpartnerschaften zum regelmäßigen fachlichen Wissensaustausch begründet. Seit 1992 besteht die erste Partnerschaft mit dem Hafen von Yokohama (Japan). Es folgten Hafenpartnerschaften mit Kaohsiung (auf Taiwan), dem Hafen von Shanghai (China; 2004), Montevideo (Uruguay), Dar es Salaam (Tansania), Shenzen (China) und als jüngste Hafenpartnerschaft der Hafen von Busan (Südkorea; 2010). Zudem existieren unabhängige Bezirkspatenschaften. So unterhält der Bezirk Hamburg-Mitte offizielle Beziehungen zu Shanghais innerem Stadtbezirk Hongkou (seit 2007), der Bezirk Eimsbüttel zur Stadt Warna (Bulgarien; seit 2003) sowie der Bezirk Wandsbek mit Londons Bezirk Waltham Forest (früher Leyton; seit 1949). Bereits aus dem Jahr 1281 stammt ein Beistands- und Partnerschaftsabkommen mit Wöhrden im heutigen Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Dieses wurde vom Hamburger Senat im Juli 2007 offiziell erneuert, zählt aber nicht zu den Städtepartnerschaften im modernen Sinne. HoheitszeichenHamburg hat drei Wappen, drei Flaggen, ein Wappenzeichen, ein Logo und einen Stander. Die Landesflagge und das Wappenzeichen dürfen von den Bürgern frei verwendet werden, die Verwendung der weiteren Hoheitszeichen ist dem Staat vorbehalten. In der Landesverfassung ist die Gestalt von Wappen, Flagge sowie die Landesfarben weiß-rot geregelt. Letztere entsprechen den traditionellen Farben der Hanse.;Wappen, Logo, Wappenzeichen Das kleine Staatswappen zeigt eine weiße (bzw. silberne) Burg in rotem Schild und geht auf die Stadtsiegel des 12. und 13. Jahrhunderts zurück. Der mittlere Turm, auf dem ein Kreuz steht, wird als Hinweis auf den Sitz eines Bischofs und als Darstellung des mittelalterlichen Mariendoms gedeutet, welcher der Schutzpatronin der Stadt geweiht war und von der auch die „Mariensterne“ über den Seitentürmen ihren Namen haben sollen. Die Gestaltung der Burg variierte im Laufe der Zeit erheblich. Das Tor war mal geöffnet, mit Fallgitter versehen oder als Ausdruck einer wehrhaften Stadt und der Unabhängigkeit gegenüber anderen Landesherren geschlossen. Seit 1835 besteht das Wappen mit geringen Änderungen in seiner heutigen Form. Das von Senat und Bürgerschaft verwendete große Staatswappen, mit Helm, Helmzier und Löwen als Schildhalter, entsteht im 16. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Burg, entsprechend der Backstein-Bauweise in Hamburg, rot und der Fond weiß dargestellt. Dies wurde beim 1998 vom Designer Peter Schmidt entworfenen Hamburg-Logo wieder aufgenommen. Die Welle symbolisiert darin die Dynamik und Bedeutsamkeit des Hafens, während das offene Tor der roten Burg auf Hamburgs Weltoffenheit hindeutet. Mit dem eigens entwickelten Hamburg-Symbol erfüllte der Senat den Wunsch der Bürger nach einem von jedem verwendbaren Wappenzeichen, als Ausdruck der Zugehörigkeit oder Verbundenheit zu Hamburg. ;Flaggen und Admiralität Die Landesflagge zeigt die Wappen-Burg auf rotem Grund. Mit dem ältesten derartigen Gesetz überhaupt, regelte Hamburg die Flaggenführung auf Schiffen seit 1270. Zunächst ist es eine rote Flagge auf die später das Wappen gesetzt wird. Aufgrund zunehmender Uneinheitlichkeit von Farben und Burg wird die genaue Gestaltung vom Senat 1751 und nochmals 1834 mit durchgreifenderem Erfolg festgelegt. Die Gestaltung der Burg folgt seit 1860 der Wappen-Darstellung. Die Staatsflagge ist dem Senat vorbehalten. Sie zeigt das große Wappen mit weißer Umrahmung auf rotem Grund und wurde 1897 geschaffen. Eine schwarz-rot-golden unterlegte Staatsflagge bildet den Stander, der vom Ersten Bürgermeister und dem Bürgerschaftspräsidenten bei Staatsbesuchen am Fahrzeug geführt wird. Ein Wappen der Admiralität, die Wappen-Burg mit darunter gelegtem Anker, besteht seit 1642 und wird von staatlichen Wasserfahrzeugen geführt. Ebenso tragen diese die Admiralitätsflagge, welche das Wappen auf rotem Grund zeigt, als Bugflagge (Gösch). Sie wird sonst ausschließlich von Behörden verwendet, die der Seeschifffahrt dienen. zurück und wird nachfolgend auch häufig als bildliche Allegorie, in Form einer Frauengestalt dargestellt, die die Stadt repräsentiert. Stadtpatronin der Zeit vor der Reformation ist hingegen Maria, der auch der ehemalige Hamburger Mariendom geweiht war. Der lateinische Inschrift über dem Portal des Rathauses: „Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas“ (sinngemäß: „Die Freiheit, die die Alten erwarben, möge die Nachwelt würdig zu erhalten sich bemühen“) wird auch als Wahlspruch der Stadt angesehen, ist als solcher jedoch nicht verankert. Er war bereits an zwei früheren Stadttoren und im mittelalterlichen alten Rathaus zu lesen und weist auf das Selbstbewusstsein eines Stadtstaates hin, der als reichsunmittelbare Freie Reichsstadt jedwede Fürstenherrschaft abgestreift hat. Am Sitz von Parlament und Landesregierung wird er heute auch im Hinblick auf die errungene freiheitlich Demokratie und die republikanische Tradition der Stadt gedeutet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts trägt die Stadt auch offiziell den Beinamen Freie Stadt, als ehemals völlig souveräner Staat und heutiges Bundesland. In gleicher Zeit wurde der bereits zuvor verwendete Zusatz Hansestadt, wie auch in den beiden anderen gemeinsamen Erben der Hanse, der Schwesterstädte Bremen und Lübeck, Teil des Staatstitels. Der Ausspruch „Hamburg - Das Tor zur Welt“ oder „Deutschlands Tor zur Welt“ besitzt seit langem eine hohe Bekanntheit, im Gegensatz zu anderen kurzfristigen Beinamen oder Sprüchen der Stadtwerbung. Er taucht erstmals nach dem Beitritt Hamburgs zum deutschen Zollgebiet (1888) auf, einer Zeit, in der sich Hamburg zu einem der führenden Welthäfen entwickelt. In der Präambel der 1952 verabschiedeten Landesverfassung bezeichnet Hamburg sich selbst als „Welthafenstadt“, die „eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene, besondere Aufgabe gegenüber dem deutschen Volke zu erfüllen hat. Sie will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.“ AuszeichnungenZurückgehend auf das Hamburger Stadtrecht des 13. Jahrhunderts dürfen Hanseaten keine Auszeichnungen „fremder Herren“ annehmen. An diese Tradition hält man sich in der Regel bis heute und sie ist insbesondere bei Bediensteten des Staates vorgeschrieben. So lehnte der Hamburger Senator und Bundeskanzler Helmut Schmidt mehrfach die Annahme des Bundesverdienstordens ab.Da Hamburg auch selbst keine Orden vergibt, ehrt der Senat seit 1813 Persönlichkeiten mit der Ehrenbürgerwürde, als wichtigster Auszeichnung (siehe: Liste Hamburger Ehrenbürger). Daneben bestehen eine Reihe weiterer Auszeichnungen, Medaillen, Ehrentitel und Kulturpreise der Stadt und die Vergabe der traditionellen Portugaleser-Münzen (weitere Preise: Bürgermeister-Stolten-Medaille, Biermann-Ratjen-Medaille, Lessing-Preis, Bach-Preis, Lichtwark-Preis, Fritz-Schumacher-Preis, Hubert-Fichte-Preis, Edwin-Scharff-Preis, Aby-M.-Warburg-Preis). Darüber hinaus werden von anderen Hamburger Institutionen oder Stiftungen weitere Auszeichnungen und Preise vergeben. Kultur und SehenswürdigkeitenHamburg hat über 60 Theater, über 100 Musikclubs, etwa 60 Museen, rund 280 Musikverlage und 200 Tonträger-Unternehmen. Außerdem leben und arbeiten in Hamburg mehr als 10.000 selbstständige Künstler. Es gibt fast 30 Kinos und Programmkinos. Über 10,3 Millionen Besucher zählte die Hamburger Kulturbehörde alleine für Veranstaltungen, die öffentlich gefördert wurden. MusicalsHinzu kommen zahlreiche kleinere Bühnen, wie beispielsweise das St.-Pauli-Theater, der Delphi Showpalast oder Schmidts Tivoli und Schmidt Theater, auf denen vornehmlich eigenproduzierte Musicals und Gastaufführungen gespielt werden. Gastspiele sind zudem häufig in zahlreichen anderen Häusern, wie auch den großen Staatstheatern während der sommerlichen Spielzeitpausen, oder in temporären Spielstätten zu sehen. So kehrte Ende 2010 Cats vorübergehend nach Hamburg zurück: Zum Auftakt einer Europa-Tournee gastierte das Musical für zwei Monate in einem eigens angefertigten Musical-Zelt auf dem Heiligengeistfeld. Der Bau weiterer Musicaltheater in der HafenCity (1700 Plätze ursprünglich für 2010) und in Harburg war im Gespräch oder ist neben dem Hafentheater in Planung. Ein Meilenstein bei der Entwicklung zur Musicalstadt war die Deutschlandpremiere von Andrew Lloyd Webbers Cats 1986 im umgebauten Operettenhaus, das durchgehend fünfzehn Jahre (bis 2001) gespielt wurde. In eigens neu erbauten Theatern folgten die Produktionen von Das Phantom der Oper, das in der Neuen Flora ab 1990 für elf Jahre gespielt wurde und Buddy, das ab 1994 über sechs Jahre im Theater im Hafen lief. Weitere mehrjährig gespielte Musicals in den gleichen Spielstätten waren Tanz der Vampire (Dezember 2003 bis Januar 2006), Dirty Dancing (März 2006 bis Juni 2008), Mamma Mia! (November 2002 bis September 2007) und Ich war noch niemals in New York (Dezember 2007 bis September 2010). Zu den aktuellen Produktionen der Großtheater gehören Der König der Löwen – seit 2001 im Theater im Hafen, Tarzan – seit 2008 in der Neuen Flora und Sister Act – seit 2010 im Operettenhaus. Oper und BallettRatsherr Gerhard Schott, Jurist Peter Lütjens und Organist Johann Adam Reinken setzen nicht nur die Gründung eines öffentlichen Opernhauses im Senat durch, sondern bilden auch das erste Direktorium des auf privatwirtschaftlicher Basis geführten Opernhauses. Zunächst als schlichter Holzbau des italienischen Architekten Sartorio erbaut, wurde dieser später abgerissen und an seinem heutigen Standort an der Dammtorstraße von dem Architekten Carl L. Wimmel neu erbaut; später dann – wiederum von Martin Haller – prunkvoller umgestaltet. Dieser Bau wurde durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges erheblich beschädigt. Heute steht an dieser Stelle ein Fünfziger-Jahre-Kubusbau, dessen Architektur nicht ganz unumstritten ist. Die Hamburgische Staatsoper ist eine Oper von Weltruf: Montserrat Caballé begann hier ihre Weltkarriere, Plácido Domingo startete von hier aus seine Karriere in Europa, ferner gaben hier unter anderem Opernstars wie Luciano Pavarotti, Mirella Freni, Birgit Nilsson und Maria Callas ihr Können zum Besten. Die heutige Theaterleitung übernahm in der Spielzeit 2005/2006 die in Sydney geborene Dirigentin Simone Young, die gleichzeitig musikalische Leiterin des Philharmonie-Orchesters der Staatsoper, den 1828 begründeten Hamburger Philharmonikern ist. Eines der weltbesten Ballett-Ensembles, das Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier (seit 1973) hat an der Staatsoper seine Heimat. Unter Neumeier entstand auch ein Balletzentrum mit seiner Ballettschule. KonzerthäuserBisher steht den Hamburgern und Besuchern nur ein Konzerthaus für klassische Musik zur Verfügung: die Laeiszhalle, benannt nach dem Reeder Carl Laeisz und dessen Frau Sophie Christine, die mit einer testamentarischen großzügigen Summe den Bau eines Konzerthauses ermöglichten. Nach den Plänen von Martin Haller und Wilhelm Emil Meerwein wurde das neobarocke Konzerthaus zwischen 1904 und 1908 am heutigen Johannes-Brahms-Platz errichtet. Inzwischen finden dort nicht nur klassische Konzerte statt, sondern auch Konzerte moderner Musikrichtungen, wie beispielsweise Jazz. Neben der Laeiszhalle ist für die kommenden Jahre ein zweites Konzerthaus geplant: die Elbphilharmonie in der HafenCity. Errichtet wird dieser repräsentative Bau aus Glas, ähnelnd einem Eisberg, beziehungsweise einer Meereswoge (je nach Inspiration des Betrachters), auf dem ehemaligen Kaispeicher A am Zipfel des Dalmannkais. 2.200 Sitzplätze soll die große sowie weitere 500 die kleine Halle bieten. Ebenso soll das Konzerthaus ein Hotel mit Hafenblick sowie Wohnungen beherbergen. TheaterMuseen und AusstellungenEinige Ausstellungen haben eher unterhaltenden Charakter, wie das Miniatur-Wunderland mit der größten Modelleisenbahn der Welt oder Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett, das Panoptikum. Das Internationale Maritime Museum ist eines von mehreren Museen, die auf die Themen Schifffahrt, Hafen und dort umgeschlagene Waren ausgerichtet sind. Darunter sind auch verschiedene, teils noch betriebsfähige Museumsschiffe im Hafen oder die BallinStadt, die über die früher von dort aufgebrochenen Auswanderer informiert. Einige Gedenkorte, wie die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnern zudem an die Verfolgungen während der Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. BauwerkeWie im ganzen norddeutschen Raum ist auch in Hamburg die traditionelle Grundbausubstanz aus Backstein bzw. Klinker oder Ziegelstein. Bei neueren Gebäuden haben allerdings auch hier Fassaden aus Stahl und Glas die traditionellen Mauerwerke abgelöst. Durch schwere Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg wurden ganze Stadtteile vollständig zerstört, städtebauliche Maßnahmen der nachfolgenden Jahrzehnte taten ihr übriges, so dass heute verhältnismäßig wenig zusammenhängende Quartiere aus alten Gebäuden in Hamburg zu finden sind (Beispiele sind Eimsbüttel, Grindelviertel, Eppendorf, Harvestehude und das Elbufer). Architektonische Sehenswürdigkeiten in Hamburg sind das Chilehaus, welches zum Expressionismus zählt und zwischen 1922-1924 erbaut wurde, die Kirche St. Michaelis (1648-1673), die Alsterarkaden bei der Binnenalster (1843-1846), die Colonnaden in der Hamburger Innenstadt (um 1880), das moderne Dockland an der Elbe (2002-2005), die Krameramtswohnungen von 1676, die Laeiszhalle (Musikhalle Hamburg) die zwischen 1904-1908 gebaut wurde, das Curiohaus (1908–1911), die künftige Elbphilharmonie in der HafenCity, sowie die Palmaille, eine der ältesten Straßen der Stadt im Stadtteil Hamburg-Altona. Diese Bauwerke werden bei der offiziellen Hamburg Tourismus Tour der Freien und Hansestadt Hamburg vorgestellt. Sechster Turm und weltliches Gegenstück zu den Kirchen ist der Rathausturm. Das 1897 fertig gestellte Rathaus hat mit seinen 647 teils prunkvoll ausgestalteten Sälen und Zimmern schlossartige Dimensionen. An seiner Rückseite befinden sich die Hamburger Börse sowie die Handelskammer Hamburg. Diese architektonische Silhouette soll gewahrt werden, weshalb sich nur wenige andere hohe Gebäude in der weiteren Innenstadt befinden. Herausstechend sind hier nur das dreiflügelige Unilever-Haus von 1964, das Hotel am Kongresszentrum von 1973, der Komplex am Berliner Tor von 1962 bzw. 2004 und die drei Mundsburg-Türme. Die höchsten Bauwerke sind der 279,8 Meter hohe Fernsehsender Heinrich-Hertz-Turm („Tele-Michel“) und ein Sendemast des Rundfunksenders Billwerder-Moorfleet mit 304 m. Das älteste Gebäude Hamburgs befindet sich weit außerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen auf der Insel Neuwerk in der Elbmündung. Der dortige Leuchtturm wurde 1310 errichtet. Weitere architektonische Besonderheiten in Hamburgs Zentrum sind das Chilehaus, der Hauptbahnhof und der Bahnhof Hamburg-Dammtor. Der Jungfernstieg gilt als Hamburgs Flaniermeile, das Einkaufsviertel südlichwestlich davon wird durch zahlreiche Einkaufspassagen geprägt. Imposant sind die historischen Bauwerke im Zentrum der Hamburger Wallanlagen am Sievekingplatz. Die Hamburger Wallanlagen waren Befestigungen, die von 1616 bis 1625 um Hamburg errichtet wurden. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie abgetragen und in Grünanlagen umgewandelt. Sie beginnen an der Elbe nah den Landungsbrücken und verlaufen parallel zum Holstenwall und schließen sich nahtlos an den Park Planten un Blomen an. Am Sievekingsplatz befindet sich das Justizforum. Dies wird gebildet durch das Hanseatische Oberlandesgericht im Zentrum sowie das Strafjustizgebäude und das Ziviljustizgebäude. Zusammen mit den Grünflächen rundherum und der benachbarten Laeiszhalle stellt das Justizforum ein Ensemble historischer Architektur dar. Bislang ist Hamburg das einzige deutsche Land ohne eigenen Beitrag zum UNESCO-Welterbe, wenngleich der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer als Naturerbe zu den bereits anerkannten benachbarten Nationalparks des Wattenmeers nachgemeldet werden soll. Zudem ist die Speicherstadt mit ihren Brücken, Wasserwegen und Straßen, die anstelle eines barocken Wohn- und Kaufmannsviertels ab den 1880er Jahren im neuen Freihafen errichtet wurde, als einzigartiges und größtes zusammenhängendes Lagerhaus-Ensemble seit 1999 gemeinsam mit dem benachbarten Chilehaus und dem Kontorhausviertel auf der deutschen Nominierungsliste zum Kulturerbe. Beide verdeutlichen die Entwicklung Hamburgs zu einer weltweiten Handelsmetropole, in der im Gegensatz zum vormaligen alt-hamburgischen Bürgerhaus, eine Trennung von Warenlagerung, Büro- und Wohnnutzung notwendig wurde. Die zwischen 1920 und 1940 überwiegend mit regionaltypischen Klinkerfassaden errichteten Kontorhäuser, bildeten das erste eigene Bürostadtviertel auf dem europäischen Kontinent.ksm-sternwarte-symposion.html hamburg.de vom 7. Oktober 2008, Behörde für Kultur, Sport und Medien: Internationales Symposium: Sternwarten um 1900 - Tagung zu Sternwarten als Weltkulturerbe im Oktober in Hamburg Zum anderen ist dies der 1611 begründete Jüdische Friedhof in Altona, der auf Grund seines Alters und der Anzahl an wertvollen Grabsteinen mit der Besonderheit, das hier sowohl von der iberischen Halbinsel eingewanderte Juden (Sepharden) als auch mittel- und osteuropäischen Juden (Aschkenasim) bestattet wurden, zu den bedeutendsten jüdischen Grabstätten der Welt zählt. Die größten städtebaulichen Veränderungen in der Innenstadt nach der Jahrtausendwende sind der Bau der HafenCity mit der Elbphilharmonie, der U-Bahn-Linie 4 und des Kreuzfahrtterminals. Parks und GrünanlagenÜber das gesamte Stadtgebiet hinweg sind kleinere Parks und Grünanlagen verteilt, die Hamburg zu einer grünen Stadt machen. Zu den größten Anlagen zählen der Altonaer Volkspark und der Stadtpark. Zu den besonders aufwendig gestalteten Anlagen gehört Planten un Blomen mit der größten japanischen Gartenanlage in Deutschland. Bekannt sind weiterhin der Botanische Garten oder der Jenischpark. Südöstlich befinden sich die weitläufigen Obstanbaugebiete der Vier- und Marschlande. Insgesamt größte Grünanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof der Welt. Der Alsterpark rund um die Außenalster ist Hamburgs beliebteste Joggingstrecke. Aufgrund vieler weiterer Parks und Grünflächen gilt Hamburg als die grünste Millionenstadt Deutschlands.Der Tierpark Hagenbeck verfügt ebenfalls über eine schöne Parkanlage, wird jedoch vor allem durch seine 210 Tierarten zur Sehenswürdigkeit. Der von der Familie Carl Hagenbecks geführte Tierpark war bereits zu seiner Eröffnung als weltweit erster gitterloser Zoo wegweisend für die Gestaltung solcher Anlagen und wird neben den historischen Freigehegen beständig erweitert. Als eigenständige Attrakion entstand so auch 2007 das Tropen-Aquarium Hagenbeck. Spaziergänge durch Hamburg* Rund um die Außenalster. Von der Kennedybrücke ergibt sich ein Rundblick auf Binnen- und Außenalster. Danach führt der Rundweg im Uhrzeigersinn vorbei an Botschaftsgebäuden, Kriegerdenkmal beim Fontenay, Bootsanleger Alte Rabenstraße zum Alstervorland. Weiter geht es über die Krugkoppelbrücke mit guter Sicht auf die Innenstadt entlang der Straßen mit den bezeichnenden Namen Bellevue, Schöne Aussicht. Der Rückweg führt am Rande der Außenalster stadteinwärts bis zur Kennedybrücke.
Bedeutende Sportstätten Hamburgs sind das traditionsreiche Volksparkstadion (jetzt: „Imtech Arena“), die Multifunktionshalle O2 World Hamburg, die Alsterschwimmhalle, die Sporthalle Hamburg (auch als „Alsterdorfer Sporthalle“ bekannt), das Millerntor-Stadion und die Jahnkampfbahn im Hamburger Stadtpark. Der älteste deutsche Sportverein kommt mit der Hamburger Turnerschaft von 1816 aus Hamburg. Seit Anbeginn 1963 spielt der 1887 gegründete Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga und ist das einzige Gründungsmitglied der Bundesliga, das bis heute nie abgestiegen ist. Mit dem FC St. Pauli kommt ein weiterer Verein, der schon mehrfach in der ersten Fußball-Bundesliga spielte, aus Hamburg. Im Jubiläumsjahr 2010 feiert der Verein seinen fünften Aufstieg in die erste Liga. Seit 2002 sind die Handballer des HSV Hamburg (Handball-Bundesliga) sowie das Eishockeyteam der Hamburg Freezers (Deutsche Eishockey Liga) in der Color Line Arena zu Hause. Im Hockey sind Hamburger Vereine wie Der Club an der Alster, der Harvestehuder THC, oder der Uhlenhorster HC sowohl bei den Herren als auch den Damen bundesweit dominierend. Im Unihockey ist der ETV Hamburg seit 2003 in der 1. Bundesliga der Herren aktiv mit dabei. Zu den großen jährlichen Sportereignissen in Hamburg gehören in der zweiten Aprilhälfte der Hamburg-Marathon sowie im Sommer das Radrennen Vattenfall Cyclassics und der HSH Nordbank Run durch die Hafen-City. Alle Ereignisse ziehen an den Wettkampfstrecken durch die Stadt ein Massenpublikum an. Ein gesellschaftliches Ereignis sind die Hamburger Derbys im Pferderennen (Juli) sowie im Springreiten (Mai) und seit 1892 die German Open im Herrentennis. Hamburg gehörte zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und 2006 sowie der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2007 und war im August 2007 Gastgeber der ITU World Championships 2007 im Triathlon. Am 12. Mai 2010 fand in der HSH Nordbank Arena (heute: Imtech Arena) das Finale der Europa League statt. Der letzte professionelle Basketballverein der Stadt Hamburg waren die BCJ Hamburg Tigers, die bis 2001 in der Basketball-Bundesliga spielten. Regelmäßige VeranstaltungenEinige Filmfestivals (Filmfest Hamburg, Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg, Fantasy Filmfest); der Christopher Street Day (CSD) sowie die Hamburg Harley-Days, eines der größten deutschen Motorradtreffen finden hier alljährlich statt. Jedes Jahr im Juni/Juli wird in Hamburg der europaweit größte Motorradgottesdienst mit 35–40 Tausend Teilnehmern abgehalten. Sehr beliebt sind der Schlagermove und der „WeltAstraTag“, der einmal im Jahr an den St. Pauli-Landungsbrücken gefeiert wird. Aber auch auf dem Rathausmarkt wird alljährlich auf dem „Rock Spektakel“ gerockt. Kunstliebhaber kommen bei der ElbArt im Alten Elbtunnel auf ihre Kosten. In der zweiten Hälfte des August findet auf dem Gelände der Theaterfabrik Kampnagel das internationale Sommerfestival statt. Das Internationale Sommerfestival ist das größte Festival für zeitgenössischen Tanz, Performances, Konzerte und Theater in der Hansestadt. Zahlreiche Gastspiele aus dem In- und Ausland bieten ein buntes Programm. Im Bezirk Altona findet seit 1999 die altonale statt, ein zweiwöchiges Kultur- und Straßenfest. Kulinarische SpezialitätenZu den bekannten Hamburger Gerichten gehören unter anderem Birnen, Bohnen und Speck, Finkenwerder Scholle, Stint, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Snuten un Poten, Rundstück warm, Rote Grütze, Schwarzsauer und Franzbrötchen. StolpersteineVon den weltweit über 22.000 verlegten Stolpersteinen befinden sich allein 3.202 in Hamburg. Davon wiederum die meisten, nämlich 1.432, im Bezirk Eimsbüttel.Wirtschaft und InfrastrukturHamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland. Der Hafen zählt zu den weltweit führenden Seehäfen. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Logistik, Hafen und maritime Wirtschaft, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Konsumgüterindustrie (vor allem Lebensmittel), Chemie, Elektrotechnik, Maschinen-, Fahrzeug- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien und Versicherungen. Neben dem Handels- und Dienstleistungssektor spielen zudem die Bereiche Tourismus, Regenerative Energien und Life Sciences (Medizin und Biotechnologie) eine zunehmend wichtige Rolle.Über 140 000 Unternehmen sind allein Mitglied in der Handelskammer Hamburg, die als älteste deutsche Handelskammer (1665) ihren Sitz im Gebäude der Hamburger Börse hat. Die Wirtschaftsleistung im Bundesland Hamburg lag, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 85,8 Milliarden Euro im Jahr 2009 (2008: 89,3 Mrd. Euro) und sank damit im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 3,2 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe lag bei 9,3 Milliarden Euro. Im Vergleich von 271 Regionen der Europäischen Union (ausgehend von Zahlen aus 2007) führt Hamburg nach London, Luxemburg und Brüssel die Liste der Regionen mit dem höchsten BIP je Einwohner an und hält diesen Platz auch in Bezug auf den Kaufkraftstandard (KKS = 192 im Vergleich zum EU-Durchschnitt: EU27 = 100). Den Spitzenplatz erreicht Hamburg auch in Bezug auf die Kaufkraft in den jeweiligen Bundesländern, gefolgt von Bayern und Hessen. Als Region liegt die Kaufkraft Hamburgs bundesweit ebenfalls mit Abstand vorn, gefolgt von Oberbayern und Darmstadt. Seit 2002 bemüht sich der Senat, mit dem Leitspruch „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ansatzpunkt verfolgt der Senat eine kombinierte Strategie aus der Aktivierung endogener Potenziale und der Stärkung Hamburgs internationaler Ausstrahlung (FHH 2001:71). Auf diese Weise entwickelte sich Hamburg auch zum bevorzugten Standort chinesischer Unternehmen in Deutschland, von denen die Stadt 2004 mehr als 300 beheimatete – so viele wie keine andere deutsche Stadt. Der Schuldenstand belief sich im Januar 2010 auf rund 25,6 Milliarden Euro. Die Hansestadt Hamburg hat einen Schuldenstand von ca. 14.400 Euro pro Einwohner (zum Vergleich hat die Stadt Frankfurt am Main 4.430 Euro Schulden pro Einwohner + 5.782 Euro pro Kopf hessische Schulden = 10.212 Euro pro Kopf Vergleichsschulden). ;Liste der größten Arbeitgeber nach der Anzahl der Beschäftigten (Jahr 2006):
Hamburg ist der größte Eisenbahn-Knotenpunkt Nordeuropas. Die Hansestadt kann auf eine lange Eisenbahngeschichte, seit der ersten Strecke 1842, zurückblicken. Im Fernverkehr gibt es die verschiedenen Intercity-Express-Linien, InterCity-Linien bis ins europäische Ausland. So verkehrt einmal täglich ein weiterer Eurocity auf der Strecke Krakau – Berlin – Stendal – Uelzen – Hamburg. Durch Nachtzüge sind unter anderem München, Zürich, Brüssel, Wien und Amsterdam direkt von Hamburg aus erreichbar. Die meisten Fernzüge führen über den Hauptbahnhof und beginnen und enden oft im Bahnhof Hamburg-Altona. Daneben existieren die Fernbahnhöfe Hamburg-Dammtor, Hamburg-Harburg und Hamburg-Bergedorf. Neben zahlreichen Regionalbahn-Linien, die das Hamburger Umland erschließen, bestehen Regional-Express-Verbindungen in Richtung Elmshorn – Neumünster – Kiel bzw. Flensburg – Padborg, Lübeck und Schwerin – Rostock. Ähnliche Angebote bilden die Metronom-Züge in Richtung Stade – Cuxhaven, Bremen und Lüneburg – Uelzen (– Hannover – Göttingen) und die Nord-Ostsee-Bahn in Richtung Elmshorn – Westerland (Sylt). Große Bedeutung im paneuropäischen Güterverkehr der Schiene haben die Hamburger Hafenbahn, wo ca. 10 % des deutschen Schienengüterverkehrs beginnt oder endet, sowie der etwas südlich der Stadtgrenze gelegene größte Rangierbahnhof Europas, Maschen Rbf. StraßenverkehrHamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet: die A 1 (im Raum Hamburg zudem als E 22), A 7 (im Raum Hamburg zudem als Europastraße E 45), A 23, A 24 (im Raum Hamburg zudem als E 26) und A 25. Ferner existieren südlich der Elbe Autobahnabschnitte mit wenigen Kilometern, die als A 252, A 263 und A 255 bezeichnet sind.Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Prenzlau/Rostock kommend derzeit bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs durch einen neuen westlich gelegenen Elbtunnel an die seit langem geplante A 26 (Hamburg–Stade) angeschlossen werden. Von dort wird die geplante A 22 durch den Wesertunnel die A 28 und die A 29 anbinden. Auf Hamburgischem Gebiet verlaufen die Bundesstraßen B 4, B 5, B 73, B 75, B 207, B 431, B 432, B 433 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bisher über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen. Vom Hamburger Zentral-Omnibusbahnhof (ZOB) beim Hauptbahnhof bestehen mehrere Fernbuslinien in das In- und Ausland. Insgesamt verfügt Hamburg über fast 4000 Kilometer Straßen (Aug. 2006) mit etwa 7000 Straßennamen. Öffentlicher PersonennahverkehrIm Rahmen der Entwicklung der Hafencity in der früheren Speicherstadt wird dieses Areal gegenwärtig durch den Neubau einer U-Bahn-Strecke vom Bahnhof Jungfernstieg erschlossen. Die Linie wird als U4 bezeichnet werden und weiter nach Billstedt führen. Daneben besteht ein gut ausgebautes Stadtbusnetz (auch Metrobusse, Schnellbusse, Eilbusse). Der Hafen wird von Hafenfähren erschlossen. In den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feiertagen werden die wichtigsten Buslinien, U- und S-Bahnen durchgehend betrieben (Nachtverkehrsnetz), wobei Randbereiche durch besondere Nachtbuslinien erschlossen werden. Für die übrigen Nächte gibt es ein Nachtbusnetz mit 19 Linien. Die Straßenbahn Hamburg wurde Strecke für Strecke bis 1978 eingestellt. Die aktuelle Hamburger Regierung plant jedoch ab 2012 die Wiedereinführung als Stadtbahn. Alle Verkehrsmittel des Regional- und Nahverkehrs (RE, metronom, RB, S-, U-, A-Bahn sowie Busse und Fähren) können in und um Hamburg mit Fahrkarten des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV), der 1965 als erster Verkehrsverbund der Welt gegründet wurde, benutzt werden. Außerdem sind die Ländertickets Schleswig-Holstein-Ticket, Niedersachsenticket und Mecklenburg-Vorpommern-Ticket sowie das Schönes-Wochenende-Ticket auch für alle Verkehrsmittel des HVV (im Großbereich Hamburg, außer Schnellbus und 1. Klasse) gültig. Der Personenverkehr im Hafen wird – neben Bus und Bahn – durch sechs Schiffslinien der HADAG erschlossen (hiervon fahren fünf zum Tarif des HVV). Der ÖPNV hat in Hamburg einen Anteil von 19 % am Modal Split (Motorisierter Individualverkehr 43 %, Fußgänger 27 %, Radfahrer 11 %). Im Vergleich der fünf größten deutschen Städte hat Hamburg damit den geringsten Anteil des ÖPNV am Modal Split (Berlin 26 %, Frankfurt/M 24 %, München und Köln 21 %). SchifffahrtLuftverkehrAuf dem Gelände der Airbus Operations GmbH (einer Division der EADS) – ca. 10 km südwestlich des Hamburger Stadtzentrums – befindet sich der Werksflugplatz Hamburg-Finkenwerder. Dort landen neben den dort endmontierten Maschinen der Typen A380 und der Airbus-A320-Familie nur Flugzeuge zur hauseigenen Versorgung, der British Aerospace und kleine Regionalverkehrsflugzeuge, die Werksangehörige von und nach Toulouse bringen. Der Flughafen Lübeck (LBC) ist mit einer Busverbindung von Hamburg aus erreichbar und wird von der Billigfluggesellschaft Ryanair als „Hamburg-Lübeck“ bezeichnet, obwohl er rund 70 km von Hamburg entfernt liegt. WasserversorgungDie Trinkwasserversorgung Hamburgs wird durch die 17 Wasserwerke Baursberg, Bergedorf, Billbrook, Bostelbek, Curslack, Glinde, Großensee, Großhansdorf, Haseldorfer Marsch, Langenhorn, Lohbrügge, Neugraben, Nordheide, Schnelsen, Stellingen, Süderelbmarsch und Walddörfer sichergestellt, die vom Gleichordnungskonzern Hamburg Wasser betrieben werden. Je nach Jahreszeit werden täglich zwischen 250.000 und 400.000 m³ Trinkwasser bereitgestellt. IndustrieLediglich mit der Verwaltung, nicht aber mit Produktionsstandorten in Hamburg vertreten sind die Nahrungsmittelhersteller Unilever (Deutschland-Zentrale) und Carl Kühne KG sowie der Windenergieanlagen-Hersteller REpower Systems. MedienUnter anderem werden Der Spiegel, Stern und Die Zeit in Hamburg produziert. Zahlreiche Verlage, darunter die Großverlage Axel Springer AG (Bild) und Gruner + Jahr sowie die Bauer Verlagsgruppe, die Verlagsgruppe Milchstrasse (mittlerweile Teil des Burda-Verlags) und der Jahreszeiten-Verlag, haben hier ihren Sitz. Insgesamt wird gut die Hälfte aller überregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert. Drei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich in bzw. im Großraum Hamburg. Dies sind „broschek Tiefdruck“, ein Unternehmen der schlott Gruppe AG sowie „Gruner Druck“, Itzehoe und die „Axel Springer Tiefdruckerei“, Ahrensburg, die der prinovis angehören. Außerdem hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ihren Sitz in der Hansestadt. Die ARD-Redaktion für Nachrichten und Zeitgeschehen ARD-aktuell produziert auf dem NDR-Gelände in Lokstedt unter anderem die Tagesschau, die Tagesthemen und das Nachtmagazin. Hamburg ist traditionell auch Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche, allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music sowie Edel Music. Trotzdem verlor die Stadt im Sommer 2002 Universal Music und den Deutschen Phonoverband an Berlin. Der ausschlaggebende Grund, die Subventionierung des Umzugs durch Berlin, zog seitens Hamburg Kritik nach sich, da Berlin seinen Haushalt mit Hilfe des Länderfinanzausgleiches stützt, in den unter anderem Hamburg einzahlt – Hamburg hätte damit in gewisser Hinsicht die Abwanderung selbst bezahlt. Weiterhin ist Hamburg Hauptsitz des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und seiner (über die NDR Media GmbH) Enkeltochtergesellschaft Studio Hamburg, die zahlreiche Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert, synchronisiert oder ihre Kapazitäten zur Verfügung stellt. Außerdem ist Hamburg Sitz eines ZDF-, RTL- sowie Sat.1-Landesstudios. Um die Belange der örtlichen, nationalen, wie auch internationalen Filmwirtschaft kümmert sich von staatlicher Seite die Filmförderung Hamburg. Die Sitze zahlreicher international renommierter Werbeagenturen wie Scholz & Friends, Springer & Jacoby, Jung von Matt, TBWA, Kolle Rebbe, Zum goldenen Hirschen, Grabarz&Partner und Designagenturen, darunter Peter Schmidt Group, Landor Associates und Factor Design, machen Hamburg zu einem überregionalen Standort der Werbe- und Designbranche. IT-SektorDer Informations- und Telekommunikationssektor (IT-Sektor) gehört zu den Branchen, die den Wirtschaftsstandort Hamburg prägen. Die Zahl der Unternehmen hat sich seit 1996 auf fast 8.000 mehr als verdoppelt und die Branche beschäftigt ca. 45.000 Mitarbeiter (Stand 2. Halbjahr 2006). Hamburg ist einer der zentralen IT-Standorte Deutschlands.Die Branchenstruktur der Hamburger IT-Unternehmen gliedert sich in die Sektoren Multimedia, Herstellung Geräte, Telekommunikation, Hard- und Softwareberatung und DV-Dienste. Die anteilsmäßig größten Zuwächse der letzten Jahre im IT-Sektor verzeichnet die Multimedia-Branche. Die Zahl der ihr zugehörigen Unternehmen ist seit dem Jahr 2000 um über 50 Prozent auf 2.227 Unternehmen angewachsen (Stand 2. Halbjahr 2006 ). Zu den bekanntesten Internetdienstleistern der Elbmetropole gehören unter anderem SinnerSchrader AG, Fittkau & Maaß Consulting GmbH, AOL Deutschland GmbH & Co. KG oder Nasa 3.0 GmbH. Mit Freenet AG und HanseNet haben zwei der größten deutschen Telekommunikationsdienst- und Internetanbieter in Hamburg ihren Standort. Des Weiteren umfasst die Multimedia-Branche Online-Vermarkter wie beispielsweise Bauer Media KG, orangemedia.de GmbH und Quality Channel GmbH sowie international bekannte Suchmaschinen wie Google Germany GmbH und Yahoo! Marketplace/Kelkoo Deutschland GmbH. Ein weiterer Bereich der Multimedia-Branche ist die Games-Branche vertreten durch Publisher (zum Beispiel dtp entertainment AG, Codemasters GmbH, EIDOS GmbH, Bigpoint GmbH), Entwickler wie sofatronic GmbH und Anbieter mobiler Entertainment-Inhalte (zum Beispiel Fishlabs Entertainment GmbH) mit ihrem Sitz in der Hansestadt. Mit 1900 Unternehmen sind die Software-Unternehmen am zweitstärksten in der Hamburger IT-Wirtschaft vertreten (Stand 2. Halbjahr 2006). In Hamburg sind einige der größten internationalen und deutschen Software-Unternehmen angesiedelt wie IBM Deutschland GmbH, Lufthansa Systems AG, Adobe Systems Engineering GmbH und Logica Deutschland GmbH & Co. KG sowie die SAP. Die Rolle Hamburgs als Medienstadt kommt der IT-Branche entgegen und ermöglicht Synergien mit den verschiedenen Mediengattungen. Hamburger Institutionen wie die Behörde für Wirtschaft und Arbeit, die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH und Unternehmen der IT- und Medien-Branche haben sich in der Initiative Hamburg@work zusammengeschlossen, um die Zusammenarbeit der beiden Sektoren zu unterstützen und Neuankömmlingen einen Branchen-Überblick zu geben. BankenHamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum. Die HSH Nordbank AG (ehemals: Hamburgische Landesbank) hat einen ihrer zwei Hauptsitze hier in der Hansestadt. Die Bundesbankhauptverwaltung für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befindet sich in der Willy-Brandt-Straße (ehemals Ost-West-Straße). Ferner haben zahlreiche Geldinstitute ihre norddeutsche Regionaldirektion in Hamburg ebenso wie einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz, z. B. M. M. Warburg & CO oder die Berenberg Bank.HafenDen größten Umsatz macht der Hamburger Hafen mit dem Containerumschlag. Es befinden sich mit den Firmen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Bremer Firma Eurogate GmbH & Co. KGaA zwei Hauptcontainer-Terminal-Betreiber in Hamburg. Das Hafengebiet umfasst etwa 7399 ha (nutzbar 6480 ha), von denen 4331 ha (nutzbar 3412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 ha, die zum Teil seit Jahrzehnten stadtplanerisch für die Hafenerweiterung vorgesehen sind. Angesichts von Konstruktionsüberlegungen für Containerschiffsgrößen mit einem maximalen Tiefgang von mehr als 16 m hat Hamburg eine Anpassung des Fahrwassers der Unterelbe beim Bund beantragt. Die Stadt Hamburg fordert eine Vertiefung der Unterelbe um 1,50 m. Dieses Projekt befindet sich in der Prüfung. Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort hat sich die Stadt Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zurückgezogen, weil die im Hamburger Hafen anstehenden Investitionsvorhaben von vordringlicher Bedeutung sind. In direkter Anbindung an die Speicherstadt und den Innenstadtbereich wird der neue Stadtteil HafenCity bebaut. Das Projekt HafenCity soll auf einer Fläche von 155 Hektar Wohnen, Arbeiten und Unterhaltung ermöglichen. HandelBörseDie Hamburger Börse wurde 1558 als erste Börse in Deutschland und vierte in Europa gegründet, hat aber heute keine nennenswerte Bedeutung mehr für den Aktienhandel. Sie spezialisierte sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts auf den Handel mit Fondsanteilen.Messen und KongresseNahe dem CCH und über einen überdachten Gang durch den Park Planten un Blomen erreichbar, befindet sich das Hamburger Messegelände. Die Hamburg Messe wurde bis zum Jahr 2008 auf 11 Messehallen mit einer Fläche von 87.000 m² erweitert. Über eine Million Besucher verzeichnen die etwa 45 Messen und anderen Veranstaltungen pro Jahr. Darunter international bedeutende Fachmessen wie die traditionsreiche INTERNORGA (Hotellerie- und Gastronomie-Fachmesse) oder die Weltleitmesse der Schiffahrtsindustrie SMM (Shipbuilding, Machinery & Marine technology), die publikumsstarke Bootsausstellung hanseboot, die 2009 zum 50. Mal stattfand, oder die regional beliebte Verbrauchermesse „Du und Deine Welt“. Bei der Auslastung der Messeflächen war die Hamburg Messe im Jahr 2008 in Deutschland führend. Einschließlich der Flächen des CCH stehen insgesamt 107.000 Quadratmeter an Ausstellungsflächen zur Verfügung, die von der städtischen Hamburg Messe und Congress GmbH vermarktet werden. EinzelhandelNeben dem Außenhandel mit Ein- und Ausfuhr sowie dem Großhandel ist der Einzelhandel von Bedeutung. Die Geschäfte für den Massenkonsum liegen in der Spitaler Straße und der Mönckebergstraße. Ein besonderes Warenangebot findet man in der Straße Neuer Wall. Wegen des nassen Wetters in Hamburg wurde ein Netz von Einkaufspassagen aufgebaut. Sie führen von der Shoppingpassage am Mönckebergbrunnen zur Europa-Passage, zum Kaufmannshaus, zum Hanseviertel bis zur Gänsemarktpassage. Mit dem Passantenstrom kommt man oft in weitere hier nicht genannte Passagen.Institutionen und öffentliche EinrichtungenDie bedeutendste Einrichtung der Vereinten Nationen in Deutschland, der Internationale Seegerichtshof, residiert in Hamburg. Er wurde 1982 eingerichtet. In ihrem Gebäude an der berühmten Elbchaussee amtieren die UN-Richter seit 1996.Weiterhin ist Hamburg unter anderem Sitz folgender Institutionen: Ferner sind in Hamburg ein Bundespolizeiamt, drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), ein Kreiswehrersatzamt, eine Oberfinanzdirektion, ein Prüfungsamt des Bundes, ein Wasser- und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt angesiedelt. Es gibt die Untersuchungshaftanstalt Hamburg. Weiterhin ist Hamburg Sitz des deutschen Büros von Greenpeace. Bildung und ForschungHamburg bietet neben seinen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen spezielle Sonderschulen wie z. B. die Sprachheilschulen sowie 17 Hochschulen. Im Jahr 2006 waren in Hamburg 167.306 Schülerinnen und Schüler an 245 Grundschulen und 195 weiterführenden Schulen gemeldet. An der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein entsteht das europäische Röntgenlaserprojekt XFEL. DESY baut für den XFEL den auf Supraleiter-Technik ausgelegten 3,3 km langen Teilchenbeschleuniger. Der Freie-Elektronen-Laser für Röntgenlicht (XFEL steht für X-ray free-electron laser) wird Elektronen auf sehr hohe Energien beschleunigen und anschließend zur Aussendung von hochintensiven Röntgenlaserblitzen bringen. Die einzigartigen Röntgenlaserblitze des XFEL eröffnen völlig neue experimentelle Möglichkeiten in der Materialforschung. 2009 soll mit seinem Bau begonnen werden, die Inbetriebnahme ist für 2013 geplant. SonstigesHamburg ist die Stadt mit den meisten Millionären Deutschlands. Aus alter Hamburger Tradition geben die reichen Bürger als Mäzen ihrer Stadt etwas von ihrem Reichtum zurück, so dass es in Hamburg mehr als 1000 Stiftungen gibt, die das Leben in allen Lebensbereichen der Stadt unterstützen – auch dies ist ein Rekord in Deutschland.Hamburger LiedgutNeben der Hymne des Landes („Stadt Hamburg an der Elbe Auen“) gibt es viele Lieder mit Bezug zu Hamburg, die teilweise den Status einer „inoffiziellen“ Hymne haben, wie zum Beispiel „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ (unter anderem gesungen von Hans Albers) oder „In Hamburg sagt man tschüß“ (unter anderem gesungen von Heidi Kabel) sowie dem Shanty „Ick heff 'mol een Hamborger Veermaster seh'n“. Vor dem Zweiten Weltkrieg war „An de Eck steiht 'n Jung mit 'n Tüdelband“ der Gebrüder Wolf sehr beliebt, neuer ist „Hamburg, meine Perle“ von Lotto King Karl.Mit den Bands Blumfeld, Die Sterne und Tocotronic ging ab ca. 1990 der Begriff der Hamburger Schule als eigenständiges Genre deutschsprachiger Musik in die Popkultur ein. Auch die deutschsprachige Hip-Hop-Band Absolute Beginner beschreibt in „City Blues“ ihr Lebensgefühl zu ihrer Heimatstadt; Samy Deluxe in „Hamburg Anthem“. Als Urgesteine gelten mittlerweile die Hip-Hopper von Fettes Brot, die ursprünglich aus dem Kreis Pinneberg stammen und sich selbst als „Hamburgs Hip-Hop-Dinosaurier“ bezeichnen. 1995 schrieben sie mit „Nordisch by Nature“ ein Loblied über den Norden Deutschlands im Allgemeinen und die Hansestadt im Speziellen.Bekannt ist außerdem Udo Lindenberg, dessen Wurzeln in der Hamburger Szene sind. „Hamburger Gruß“Der Hamburger Gruß „Hummel, Hummel“ beantwortet von „Mors, Mors“ stammt einer Legende zufolge vom Wasserträger Johann Wilhelm Bentz, der den Spitznamen „Hummel“ trug und bis zu seinem Tod 1854 in Hamburg lebte. Wenn er vorbeikam, riefen ihn die Kinder spöttisch „Hummel, Hummel“. Er antwortete darauf wütend mit „Mors, Mors“ (verkürzend für „Klei mi am Mors“, das plattdeutsche Pendant des Götz-Zitates). Thematisiert wird dies am Hummel-Brunnen in der Neustadt (Rademachergang/Breiter Gang), der den Wasserträger darstellt. An den gegenüberliegenden Hausfassaden finden sich Kinderskulpturen, die ihm ihr entblößtes Hinterteil präsentieren.Der Hamburger Gruß wird allerdings eher außerhalb Hamburgs als Erkennungszeichen oder wie beim Fußball als Schlachtruf verwendet. Zur Begrüßung allgemein üblicher ist zum Beispiel das in Teilen Norddeutschlands verbreitete „Moin“, beziehungsweise „Tschüs“ zur Verabschiedung. Hamburger WitzeEs gibt eine Reihe traditioneller Witzgestalten, die in Hamburger Witzen vorkommen, insbesondere die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die Göre Klein Erna mit ihrer Verwandtschaft und Nachbarschaft (gesammelt von Vera Möller). Die Witze um diese Gestalten besitzen tendenziell recht lakonische und häufig auch recht anzügliche Pointen. Ebenso hat sich die Spielart des He lücht in Bezug auf die Hafenrundfahrt herausgebildet.BriefmarkenBis 1868 waren die Stadt Hamburg und einige eingemeindete Orte, wie zum Beispiel Bergedorf, berechtigt, eigene Postwertzeichen herauszugeben. Außerdem gibt es einige Beispiele von Hamburger Motiven auf Briefmarken. Siehe auch
Translation: af » Hamburg Translation: an » Hamburgo [[ang:Hamburg] ] Translation: ar » همبورغ Translation: be » Горад Гамбург Translation: bg » Хамбург Translation: br » Hamburg Translation: bs » Hamburg Translation: ca » Hambur g Translation: cs » Hamburk Translation: cy » Hamburg Translation: da » Hamborg Translation: el » Αμβούργο Translation: en » Hamburg Translation: eo » Hamburgo Translation: et » Hamburg Translation: eu » Hanburgo Translation: fa » ها بورگ Translation: fi » Hampuri Translation: fr » Hambourg Translation: fy » Hamboarch Translation: ga » Hamburg Translation: gd » Hamburg Translation: gl » Hamburgo - Hamburg Translation: he » המבורג Translation: hr » Hamburg Translation: hu » Hamb urg Translation: hy » Համբուրգ Translation: ia » Hamburgo Translation: id » Hamburg Translation: ie » Hamb urg Translation: io » Hamburg Translation: is » Hamborg Translation: it » Amburgo Translation: ja » ハンブル Translation: jv » Hamburg Translation: ka » ჰამბურგი Translation: kk » Гамбург Translation: kn » ಹ್ಯಾಂಬರ್ಗ್ Translation: ko » 함부르크 Translation: ku » Hamb urg Translation: kw » Hamburg Translation: la » Hamburgum Translation: lb » Hamburg [ [lij:Ambûrgo]] Translation: lt » Hamburgas Translation: lv » Hamburga Translation: mk » Хамбург Translation: mr » हांबुर्ग Translation: ms » Hamburg Translation: mt » A mburgu Translation: nl » Hamb urg Translation: nn » Hamburg Translation: no » Hamburg Translation: oc » Amborg Translation: pl » Hamburg Translation: pt » Hamburgo Translation: qu » Hamburg Translation: rm » Ha mburg Translation: ro » Hamburg Translation: ru » Гамбург Translation: sc » Amburgo Translation: sh » Hamburg [[sk:Hamburg] ] Translation: sl » Hamburg Translation: sq » Hamburgu Translation: sr » Хамбург Translation: sv » Hamburg Translation: sw » Hamburg Translation: th » ฮัมบู ร์ก Translation: tr » Hamburg Translation: ug » Hamburg Translation: uk » Гам ург Translation: ur » ہیمبرگ Translation: uz » Hamburg Translation: vi » Hamb urg Translation: vo » Hamburg Translation: xh » Hamburg Translation: yo » Hamburg Translation: zh » 汉堡 |
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